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Versenkung des Fahrers: Und das Rennen wird am Kommandostand entschieden Bild: Reuters

Saisonstart in Melbourne : Was ist nur aus der Formel 1 geworden?

  • -Aktualisiert am

Das Risiko minimieren, nicht mehr überholen, die #metoo-Debatte berücksichtigen – soll das jetzt typisch Formel 1 sein? Die alte Identität ist teils verschwunden. Nicht nur von den Piloten gibt es Kritik.

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          Sebastian Vettel ist nicht leicht zu entdecken. Der Bügel vor dem sowie links und rechts vom Cockpit des Ferrari verdeckt zu einem Teil den bunten Helm des viermaligen Weltmeisters. In diesem Jahr sind die Fahrer noch schwerer voneinander zu unterscheiden. Aber die Konstruktion aus Titan soll Leben retten, die Piloten vor Trümmerteilen schützen, die bei schweren Unfällen wie Geschosse durch die Luft fliegen: Reifen, Front- oder Heckflügel. Alles für die Sicherheit. Das ist ein Merkmal der Formel 1 geworden. Sie erweckt den Eindruck, dass Mütter und Väter, Ehefrauen und Kinder keine große Sorge mehr zu haben brauchen um das Leben ihrer Söhne, Ehemänner und Väter.

          Anno Hecker

          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Bernie Ecclestone räuspert sich am Telefon in London. Er kennt andere Zeiten. Die Ära der großen Verluste, als Fahrer am Morgen vor dem Rennen nicht wussten, ob sie abends das Hotelzimmer wiedersehen würden. In den sechziger und siebziger Jahren starb im Schnitt ein junger Mann pro Jahr in den Trümmern seines Rennwagens. Ein jüngst veröffentlichtes Buch erinnert an die Tragödien, an den Gegensatz zwischen gestern und heute: „Verlorene Freunde“ steht auf dem Cover. Darüber sieht man Jochen Rindt, Ecclestones Fahrer. Das Bild zeigt ihn in seinem Rennwagen, der ganze Kopf ragt heraus, er trägt einen Jet-Helm, der Fotograf kann ihm durch den Sucher ins Gesicht schauen. „Es zeigt einen Mann, einen Fahrer, der die allgegenwärtige ständige Gefahr auf der Piste seiner Leidenschaft unterordnet: „Bei Lotus werde ich Weltmeister, oder ich bin tot“, hatte Rind gesagt.

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