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Formel 1 in Monaco : Button auf der Pole Position

  • -Aktualisiert am

Heute - wieder - ein König: im Fürstentum war Jenson Button im Training nicht zu schlagen Bild: dpa

Jenson Button geht beim Grand-Prix-Klassiker in Monte Carlo von der besten Startposition ins Rennen. Zweiter wurde Kimi Räikkönen im Ferrari. Sebastian Vettel kam im Red Bull auf Platz vier. BMW (mit Nick Heidfeld) und Toyota (mit Timo Glock) erlebten Desaster.

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          Wer soll diesen Mann noch aufhalten? Schon wieder ist Jenson Button der gesamten Formel 1 vor der Nase her gefahren. Am Samstag gewann der Brite das Qualifikationstraining für den Großen Preis von Monaco in seinem Brawn GP vor Kimi Räikkönen (Ferrari) und seinem Teamkollegen Rubens Barrichello. Damit hat Sebastian Vettel das erste Ziel vor dem Rennen an diesem Sonntag verpasst. Der Red-Bull-Pilot schlug zwar abermals seinen Gegner aus dem eigenen Stall, Mark Webber, scheint bei der Aufholjagd im Kampf um den WM-Titel mit Button aber weiter an Boden zu verlieren. Überholmanöver sind im Fürstentum unter normalen Umständen kaum möglich.

          Anno Hecker

          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Räikkönen und Massa mit Kers

          Laut Wettervorhersage wird es während des Grand Prix nicht regnen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich Räikkönen direkt vor dem Hessen im starken Ferrari breit macht. Der Finne wird vor allem beim Start von einer Portion Extraschub im Heck profitieren. Das Energie-Rückgewinnungs-System Kers setzt auf Knopfdruck bis zu 82 PS für 6,6 Sekunden (pro Runde) frei. Allerdings glaubt Räikkönen nicht nur daran, Vettel hinter sich halten zu können: „Mal sehen, was bis zur ersten Kurve drin ist“, sagte der Weltmeister von 2007 mit Blick auf Button. Neben Ferrari fährt derzeit nur McLaren-Mercedes mit Kers.

          Schnellster Mann von Monaco: Jenson Button im BrawnGP

          Der Sprung der Scuderia zurück in die Spitze hatte sich schon vor zwei Wochen in Barcelona angedeutet. Diesmal schaffte es die Crew ohne taktischen Fehler über die Runden zu kommen. Deshalb muss Vettel beim Start auch in den Rückspiegel schauen. Hinter ihm lauert wieder Massa - mit Kers im Kreuz und dem Aufschwung im Kopf.

          Toyotas Absturz könnte massive Folgen haben

          So gut wie nichts hat sich dagegen bei BMW-Sauber bewegt. Nick Heidfeld (17.) und Robert Kubica (18.) mussten sich sogar von Adrian Sutil (15.) im Renner des kleinen Privatteams Force India überholen lassen. „Es ist frustrierend, wenn man am Limit fährt, alles riskiert und es trotzdem nichts bringt“, sagte Heidfeld. Ursache der erschreckenden Schwäche ist laut Angaben des Teams ein Mangel an Haftung. Die Reifen konnten nicht die nötige Betriebstemperatur erreichen. Noch härter traf es Toyota. Timo Glock belegte den letzten Platz hinter seinem Teamkollegen Jarno Trulli. Vor vier Wochen hatten der Italiener und der Odenwälder noch die erste Startreihe beim Großen Preis von Bahrain belegt.

          Der Absturz in die Niederungen der Formel 1 könnte massive Folgen haben. Aus der Zentrale in Japan hatte die Rennabteilung in Köln den Auftrag erhalten, mit Topleistungen, am besten mit einem Sieg, das Formel-1-Engagement zu rechtfertigen. Dass es am Motor nicht liegt, hat die Kundschaft bewiesen. Mit dem Toyota-Antrieb im Heck raste Nico Rosberg in seiner Heimatstadt zur Freude seines Teamchefs Frank Williams auf Platz sechs vor.

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