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Saisonstart der Formel 1 : Eine schmerzhafte Niederlage für Vettel

  • -Aktualisiert am

So hatte sich Sebastian Vettel den Saisonstart nicht vorgestellt. Bild: AP

So hat sich der Ferrari-Star den Start in die Saison der Formel 1 nicht vorgestellt: Sebastian Vettel wird deklassiert. Vorne liegen in Melbourne die Silberpfeile – allerdings in ungewohnter Reihenfolge.

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          Diese Niederlage tut weh. Ferrari ist am Sonntag zum Auftakt der Formel-1-Saison in Melbourne von Mercedes deklassiert worden. Sebastian Vettel wurde Vierter mit einem Rückstand von gut 57 Sekunden. „Wir waren einfach nicht schnell genug“, sagte der enttäuschte Ferrari-Pilot. „Ich bin mir nicht sicher warum. Aber ich hatte unheimlich damit zu kämpfen, dass ich keinen Grip mehr mit den Reifen hatte.“ Das Rennen gewann überraschend der Finne Valtteri Bottas mit einer beeindruckenden Tour durch den Albert Park. Niko Hülkenberg im Renault erreichte mit Platz sieben ein gutes Ergebnis.

          Anno Hecker

          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Vor offiziell 100.000 Zuschauern hielt Bottas seinen Teamkollegen Lewis Hamilton mit 20,8 Sekunden auf Abstand. Dritter wurde Max Verstappen im Red Bull. „Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich fühle mich so gut, es lief so wunderbar, ich hatte so viel Freude“, sagte Bottas nach einem harten Jahr 2018. Während Hamilton mit elf Siegen zum fünften Mal Weltmeister geworden war, hatte Bottas kein einziges Rennen gewinnen können. „Ich bin glücklich für Valtteri, er ist ein unglaubliches Rennen gefahren und verdient den Sieg“, sagte der geschlagene Hamilton. 

          Mercedes kontrollierte den Großen Preis von Australien von der ersten Runde an. Zur Überraschung der Zuschauer führte aber nicht der Weltmeister das Feld von der ersten Kurve an, sondern  Bottas. Mühelos hatte sich der Finne am Start vorbeigeschoben bis zur ersten Kurve. Es sah so aus, als hätte Hamilton den Abfahrt verschlafen, zumindest nicht so schnell mit der Startfreigabe gerechnet. Kaum leuchteten die roten Lichter der Ampelanlage auf, da erloschen sie wieder im automatischen Prozess, gesteuert von einem Zufallsgenerator.

          Formel 1

          Mehr Glück brauchte Bottas nicht. Er leistete sich keinen einzigen  Fehler im Vollgasmodus, blieb auf der Strecke, als Hamilton zum Reifenwechsel gerufen wurde, und umrundete den See im Albert Park auf den alten weichen Pneus noch sieben Runden lang schneller als der Chefpilot auf den neuen, etwas härteren. Mercedes war wohl zu voreilig. „Warum habt ihr mich so früh reingerufen“, fragte Hamilton am Funk. „Um auf Vettel zu antworten“, lautete die Antwort.

          Ferrari hatte den Reigen der Top-Teams in der 14. Runde eröffnet. Vettel gelang es immerhin, den Abstand zu Hamilton zu halbieren auf 1,3 Sekunden. Aber auch er fuhr zunächst langsamer mit den frischen Gummis als sein Teamkollege Charles Leclerc. Der Monegasse hielt es am längsten von allen potentiellen Kandidaten für den Sieg mit dem ersten Reifensatz aus (28.). Aber er hatte nach einem heftigen Fahrfehler den Abstand zur Spitzengruppe verloren und fädelte hinter Bottas, Hamilton, Vettel und Verstappen im Red Bull auf Rang fünf  wieder ein, mit knapp 30 Sekunden Rückstand. Ein taktisches Manöver, was die Probleme von Ferrari vor Augen führte.

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