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Formel 1 in Malaysia : Sprit-Flop bei Ferrari - Wetter-Chaos droht

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Unter keinem guten Stern: Kimi Räikkönens Ferrari blieb im Training früh stehen - ohne Sprit Bild: dpa

Dem Formel-1-Rennen in Malaysia am Sonntag droht ein Wetter-Chaos zwischen Hitze und sintflutartigem Regen. Im Training am Freitag sorgte Ferrari für die Panne des Tages. Zudem tauchten wieder abenteuerliche Gerüchte um Sebastian Vettel auf.

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          Erst ging Kimi Räikkönen der Sprit aus, dann fuhr dem Weltmeister Herausforderer Lewis Hamilton davon. Im ersten Kräftemessen nach dem Fiasko von Melbourne zeigte sich Ferrari insgesamt wiedererstarkt, aber noch zu schwach für den Vizeweltmeister und Auftaktsieger im McLaren-Mercedes. Am Ende des Freitagstrainings zum Großen Preis von Malaysia belegten Felipe Massa und Räikkönen die Ränge zwei und drei hinter Hamilton, der in 1:35,055 Minuten souverän die schnellste Runde in beiden Durchgängen in Sepang drehte.

          „Es ist immer schwer zu sagen, wo wir im Vergleich zu unseren Rivalen stehen, aber ich denke, dass wir dem Rest des Wochenendes mit Zuversicht entgegen sehen können“, sagte Räikkönen, der wie Massa in Melbourne wegen Motorproblemen vorzeitig ausgeschieden war. Am Morgen sah es für die bereits gewaltig unter Druck stehenden „Roten“ nach dem nächsten Rückschlag aus.

          „Das Auto hat bewiesen, dass er sehr schnell ist“

          Der Ferrari von Räikkönen hing am Haken des Abschleppwagens, stehengeblieben nach gerade einmal acht Runden. Es habe ein Absprache-Problem zwischen Telemetrie-Abteilung und Kommandostand gegeben, so die Erklärung. Die Folge: Der Finne hatte nicht mehr ausreichend Benzin im Tank und musste seinen F2008 in Kurve zwölf parken. Die Box erreichte der Titelverteidiger als Sozius auf einem Motorroller. Massa fuhr auf dem 5,543 Kilometer langen International Sepang Circuit im ersten Trainingsabschnitt auf Rang eins.

          Sein Teamkollege kam kurioserweise trotz des frühen Zwangsstopps auf den zweiten Platz. „Es sieht so aus, dass das Auto gut läuft“, meinte Räikkönen. „Das Auto hat bewiesen, dass er sehr schnell ist“, pflichtete Massa bei. Das gelte sowohl für die weichen als auch für die harten Reifen. „Der Start in das Wochenende ist einigermaßen positiv“, bilanzierte Teamchef Stefano Domenicali, der sich gleich vor Ort weiteren Rat vom ehemaligen Ferrari-Generaldirektor und Teamchef Jean Todt holen konnte. Der Franzose, der am Dienstag wie seit langem geplant von seinem Posten zurückgetreten war, verfolgte das Geschehen teilweise in der Box der Scuderia.

          „Ich bin ziemlich happy über die Resultate“

          Wie wenig die Resultate bei Sonnenschein mit Blick auf das Rennen am Sonntag (Start 8 Uhr MEZ / Live bei RTL, Premiere und im FAZ.NET-Liveticker) und auch die Qualifikation am Samstag (7 Uhr MEZ / Live bei RTL, Premiere und im FAZ.NET-Liveticker) wert sein können, unterstrich Norbert Haug. „Wir haben unser Programm wie geplant absolviert, aber wenn es wie angekündigt regnet, war es für die Katz“, sagte der Mercedes-Motorsportchef, nachdem Hamilton zuerst die fünftbeste und dann die schnellste Runde aller 22 Teilnehmer gedreht hatte.

          „Ich bin ziemlich happy über die Resultate“, betonte der 23-Jährige, der um die Schwere der Aufgabe weiß, sollten die Gewitter- und Regen-Vorhersagen zutreffen. „Es wird hart, das ist sicher“, sagte der Brite, der damit nicht allein stand. „Wenn es richtig runterkommt, könnte es unfahrbar sein“, befürchtete BMW- Sauber-Pilot Nick Heidfeld (Mönchengladbach).

          „Bei Regen wird hier die Hölle los sein“

          „Wenn es regnet, sind die Verhältnisse hier unkalkulierbar. Dann ist sofort mit dem Safety-Car zu rechnen oder sogar einem Rennabbruch“, prophezeite Heidfeld-Chef Mario Theissen. „Ich habe gehört, dass sie einige gute Auslaufzonen gebaut haben. Das ist großartig, denn die werden wir brauchen“, betonte Honda-Pilot Jenson Button. Der Engländer fürchtet wegen der Regelveränderungen inklusive des Wegfalls der Traktionskontrolle um die Sicherheit, sollte es regnen: „Dann wird die Hölle los sein.“

          Laut Wetterprognosen soll es am Renn-Sonntag Temperaturen bis 33 Grad geben - und Gewitter. Fällt tatsächlich während des Rennens Regen, müssen sich die Hauptdarsteller und das Publikum auf einiges gefasst machen. „Dann gibt es noch mehr Dreher“, prognostizierte Heidfeld, nachdem beim Saisonauftakt in Australien am vergangenen Sonntag nur sieben der 22 gestarteten Autos ins Ziel gekommen waren. Und dort war es trocken.

          Abenteuerliche Gerüchte um Vettel

          Aus deutscher Sicht fuhren Nico Rosberg (Wiesbaden) im Williams- Toyota als Vierter im ersten und Sebastian Vettel (Heppenheim) im Toro Rosso als Fünfter im zweiten Training die besten Platzierungen ein. Heidfeld wurde 11. und 13., Timo Glock (Wersau) im Toyota 14. und 17. sowie Adrian Sutil (Gräfelfing) im Force India 22. und 18. „Die Rundenzeiten erzählen nicht immer die ganze Geschichte“, warnte Vettel.

          Um das Talent wurden im Vorfeld des zweiten WM-Lauf abenteuerliche Gerüchte wieder aufgewärmt: Danach soll der 20 Jahre alte Vettel bei Ferrari Massa im kommenden Jahr beerben. „Ich habe einen Dreijahresvertrag, falls Sie sich nicht mehr daran erinnern“, konterte der Brasilianer die Frage eines Journalisten. Selbst wenn Massa vor 2010 abgelöst werden sollte, gilt es als wahrscheinlicher, dass der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso ins rote Cockpit umsteigt. Der Spanier, der am Freitag 6. und 14. wurde, soll eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag haben, sollte sich der erhoffte Erfolg bei Renault nicht einstellen.

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