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Reifenprobleme in der Formel 1 : Mit begrenzter Haftung

  • -Aktualisiert am

Schlapp auf dem Schlepper: das linke Hinterrad am Red Bull von Max Verstappen in Baku Bild: firo Sportphoto/dppi

Das klebt: Die neuen Vorgaben von Reifenlieferant und Regelwächter befeuern das Duell um die Weltmeisterschaft zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton.

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          „Die Reifen“, rief vor 26 Jahren Manfred von Brauchitsch im Mercedes-Museum seinem gebannten Publikum zu und deutete auf den Zwischenraum zwischen seinem rechten Daumen und dem rechten Zeigefinger: „So schmale Dingelchen bei uns und heute so riesige Walzen.“ Zu seinem Neunzigsten erinnerte der Silberpfeil-Pilot der Mercedes-Ära in den dreißiger Jahren an die zentrale Bedeutung der Pneus für Rennfahrer und an das Nervenflattern bei voller Fahrt: „Ja, was glauben Sie, da kniff man den Popo zusammen.“

          Anno Hecker
          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Fast neunzig Jahre sind seit von Brauchitschs Fahrerlebnissen vergangen. Die Kernthemen blieben. Vor dem Großen Preis von Frankreich an diesem Sonntag in Le Castellet (15.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Formel 1 und bei Sky) stehen die Gummis wieder einmal im Mittelpunkt. Aber lange nicht mehr hat sich die Szene so aufgeblasen. Seit Anfang der Woche streiten der Reifenlieferant Pirelli, Rennställe und Fahrer mehr oder weniger offen über die Ursachen der Unfälle beim Rennen vor zwei Wochen in Baku.

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