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Qualifikation in Frankreich : Mercedes deklassiert den Rest der Formel 1

  • -Aktualisiert am

So gefällt das Lewis Hamilton: Der Weltmeister war mal wieder der Schnellste. Bild: EPA

Weltmeister Hamilton lässt in der Qualifikation zum Großen Preis von Frankreich seinen Teamkollegen Bottas klar hinter sich. Dritter wird Leclerc im Ferrari. Und Vettel fährt weit hinterher.

          Mercedes hat Ferrari und den Rest der Formel 1 am Samstag beim Qualifikationstraining zum Großen Preis von Frankreich am Sonntag (15.10 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Formel 1 und bei RTL und SKY) deklassiert. Lewis Hamilton gewann vor seinem Teamkollegen Valtteri Bottas die Pole-Position. Dritter wurde mit einem Abstand von gut 0,64 Sekunden im Sprint über eine Runde der Monegasse Charles Leclerc im Ferrari. Sebastian Vettel, Chefpilot der Scuderia, erreichte nur Rang sieben. Der Hesse hatte seinen ersten Versuch im dritten Durchgang wegen eines kleinen Fahrfehlers abgebrochen und sich auch im letzten „nicht wohl gefühlt auf den weichen Reifen. Uns fehlt ein bisschen das Tempo“.

          Anno Hecker

          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Auf dem rutschigen Kurs gerieten die Fahrer, vom Ersten bis zum Letzten auffallend häufig in Schwierigkeiten, verloren die Ideallinie aus den Augen oder rutschten nach Missgeschicken ins Abseits. „Ich bin glücklich, dass ich das Potential des Autos nutzen konnte“, sagte Hamilton nach seiner 86. Pole-Position. Er unterbot seinen Streckenrekord von 2018 um gut 1,7 Sekunden. Bottas hatte das Tempo bis zum letzten Teil des Startplatzrennens diktiert, ehe Hamilton ihn um 0,3 Sekunden hinter sich ließ. Da Mercedes bei der Rennsimulation am Freitag den stärksten Eindruck hinterließ, scheint es im Grand Prix am Sonntag über rund 300 Kilometer zu einem Werksduell der beiden Silberpfeilpiloten um den Sieg zu kommen.

          Ferraris Rundenzeiten beim Test für den Dauerlauf lagen noch über denen von Red Bull. „Ich brauche einen guten Start“, sagte Leclerc, „vielleicht kann ich dann auf den langen Geraden angreifen.“ Ferrari ist auf diesen Streckenpassagen am schnellsten.  Vettel wird versuchen, die nicht ganz überraschend starken McLaren vor seiner Nase, besetzt mit Carlos Sainz Jr. (6.) und dem jungen Lando Norris (5.), in der ersten Runden zu überholen, ehe er voraussichtlich auf Max Verstappen im Red Bull stößt (4.).

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          Dessen Rückstand von 1,1 Sekunden hinter Hamilton hinterließ Ernüchterung im Rennstall. Die erhoffte Leistungssteigerung dank neuer Teile ist ausgeblieben. Das gilt auch für Ferrari, dessen Teamchef Mattia Binotto auf einen ersten Schritt zur Wende im Kampf um den WM-Titel gesetzt hatte. Der neue Unterboden kommt nicht zum Einsatz. Allein der modifizierte Frontflügel sowie unter anderem der veränderte Heckflügel  erfüllten laut Binotto die Erwartungen. Offensichtlich aber reicht der Fortschritt nicht aus, Mercedes schon in Frankreich in die Nähe zu kommen.

          Auch Renault kam im Qualifying des Heimrennens auf dem Kurs Paul Ricard in der Nähe von Le Castellet trotz oder wegen umfangreicher Änderungen am Boliden nicht in die Gänge. Nico Hülkenberg schaffte es nicht unter die ersten Zehn. Der Rheinländer wurde im Renault 13., während sein Teamkollegen Daniel Ricciardo von Startplatz acht aus ins Rennen geht. Der Australier fuhr im zweiten Durchgang des Zeittrainings rund 0,2 Sekunden schneller als Hülkenberg, den ein kleiner Fahrfehler bremste. 

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