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Formel 1 in der Türkei : Massa erobert im Ferrari die Pole-Position

  • Aktualisiert am

Grüßt von der ersten Position: Felipe Massa Bild: REUTERS

Das war eng: Mit knappem Vorsprung sicherte sich Ferrari-Fahrer Felipe Massa die Spitzenposition für den Großen Preis der Türkei am Sonntag. Hinter ihm starten Lewis Hamilton und Kimi Räikkönen ins Rennen. Bester Deutscher ist Nick Heidfeld auf Startplatz sechs.

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          Der Hauskrach ist gerade mühsam beigelegt, da sehen die Silberpfeile schon wieder rot - diesmal allerdings auf der Rennstrecke: In der Qualifikation zum Großen Preis der Türkei in Istanbul (14.00 im FAZ.NET-Liveticker) hat Ferrari-Pilot Felipe Massa den McLaren-Mercedes-Fahrern Lewis Hamilton und Fernando Alonso die Show gestohlen. In einem offenen Schlagabtausch holte sich der Brasilianer in letzter Sekunde in 1:27,329 Minuten vor Hamilton die Pole Position.

          „Das war ein sehr enges Qualifying, ein großer Kampf. Das Rennen wird genauso eng werden. Aber wir haben ein gutes Auto fürs Rennen“, sagte Massa nach seiner fünften Pole in dieser Saison. Zuvor hatte er Hamilton (Großbritannien/1:27,373) den ersten Startplatz entrissen, den dieser erst wenige Augenblicke zuvor von Massas Teamkollegen Kimi Räikkönen (1:27,546) übernommen hatte.

          Schnell nur in der Boxengasse

          Weltmeister Alonso (Spanien/1:27,574), der in der WM-Wertung sieben Zähler Rückstand auf Hamilton hat (73:80), musste sich dagegen noch hinter dem Finnen mit Startposition vier begnügen. Doch „mit der richtigen Strategie ist noch alles möglich“, sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug.

          Böse Miene zum guten Spiel: Massa auf eins

          Bester Deutscher war der Mönchengladbacher Nick Heidfeld im BMW-Sauber auf Rang sechs (1:28,037). „Ich bin sehr zufrieden mit der Runde und dem Resultat. Die Runde war wirklich gut“, sagte der Dreißigjährige. Ralf Schumacher aus Kerpen musste nach dem jüngsten Aufwärtstrend dagegen einen Rückschlag einstecken. „Das Auto war extrem nervös und hat nicht reagiert wie ich wollte“, sagte der 32 Jahre alte Toyota-Pilot nach seiner Fahrt auf Platz 18. Schumacher war unglücklicherweise nur in der Boxengasse richtig schnell und bekam eine Geldstrafe aufgebrummt. Damit befand er sich allerdings in bester deutscher Gesellschaft. Die weiteren „geblitzten“ Temposünder hießen Rosberg und Heidfeld.

          „Ralf macht im Moment einen guten Job“

          Enttäuschend verlief die Qualifikation auch für Sebastian Vettel an seinem zweiten Rennwochenende im Toro Rosso. Der Heppenheimer musste sich mit Platz 20 direkt vor Adrian Sutil (Gräfelfing) im Spyker-Ferrari begnügen und verfehlte damit sein Ziel, Teamkollege Vitantonio Liuzzi (Italien, Platz 17) zu schlagen, deutlich. „Ich hatte sehr viel Verkehr. Wir sind zum Wiegen reingerufen worden. Das hat unsere Strategie über den Haufen geworfen“, sagte der 20 Jahre alte Vettel.

          Auf eine Entscheidung über seine Zukunft muss Ralf Schumacher unterdessen weiter warten. Toyota-Teampräsident John Howett sagte in Istanbul, dass man über eine Verlängerung des am Saisonende auslaufenden Vertrags erst später befinden werde. „Wir studieren den Fahrermarkt. Ralf steht auf unserer Liste. Er macht im Moment einen guten Job, wie man seit zwei oder drei Rennen sieht“, sagte Howett und fügte hinzu: „Aber wir sind noch nicht bereit, eine Entscheidung zu treffen. Wir warten erst ab, was sich tut.“ Toyota soll sich unter anderem Hoffnungen auf Rosberg machen.

          Alonso beklagt „unveränderte Situation“

          Offenbar spekulieren die Teams, die sich noch nicht auf eine Fahrerpaarung für 2008 festgelegt haben, dass noch einmal Schwung in den Transfermarkt kommt und vielleicht sogar auch noch der zweimalige Weltmeister verfügbar wird, falls der zuletzt unzufriedene Alonso am Saisonende die Silberpfeile trotz seines laufenden Vertrages verlässt.

          Diese Hoffnung ist trotz des Friedensgipfels zwischen Alonso, seinem in der WM-Wertung führenden Stallrivalen Hamilton und der Teamleitung nicht ganz unbegründet. Der Weltmeister beklagte in spanischen Medien auch nach dem Treffen eine „unveränderte Situation“ und mangelnde Unterstützung (Siehe auch: McLaren verordnet Frieden zwischen Hamilton und Alonso).

          Startaufstellung: Großer Preis der Türkei

          1. Felipe Massa (Brasilien) Ferrari 1:27,329 Minuten
          2. Lewis Hamilton (Großbritannien) McLaren 1:27,373
          3. Kimi Räikkönen (Finnland) Ferrari 1:27,546
          4. Fernando Alonso (Spanien) McLaren 1:27,574
          5. Robert Kubica (Polen) BMW-Sauber 1:27, 772
          6. Nick Heidfeld (Gladbach) BMW-Sauber 1:28,037
          7. Heikki Kovalainen (Finnland) Renault 1:28,491
          8. Nico Rosberg (Wiesbaden) Williams-Toyota 1:28,501
          9. Jarno Trulli (Italien) Toyota 1:28,740
          10. Giancarlo Fisichella (Italien) Renault 1:29, 322
          11. Anthony Davidson (GB) Aguri-Honda 1:28,002
          12. Mark Webber (Australien) Red-Bull-Renault 1:28,013
          13. David Coulthard (Großbritannien) Red-Bull 1:28,100
          14. Rubens Barrichello (Brasilien) Honda 1:28,188
          15. Jenson Button (Großbritannien) Honda 1:28,220
          16. Alexander Wurz (Österreich) Williams 1:28,390
          17. Vitantonio Liuzzi (Italien) Toro-Rosso 1:28,798
          18. Ralf Schumacher (Kerpen) Toyota 1: 28,809
          19. Takuma Sato (Japan) Aguri-Honda 1:28,953
          20. Sebastian Vettel (Heppenheim) Toro-Rosso 1:29,408
          21. Adrian Sutil (Gräfelfing) Spyker-Ferrari 1:29,861
          22. Sakon Yamamoto (Japan) Spyker-Ferrari 1:31,479

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