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Formel 1 in Brasilien : Hülkenberg verblüfft die Favoriten

  • -Aktualisiert am

Schnellster Pilot in Interlagos: Nico Hülkenberg Bild: REUTERS

Nico Hülkenberg steht beim Großen Preis von Brasilien auf der Pole Position. Der Williams-Pilot fährt in Interlagos die schnellste Zeit, Zweiter ist Sebastian Vettel vor seinem Red-Bull-Teamkollegen Mark Webber. Der WM-Führende Alonso im Ferrari wird nur Fünfter.

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          Das ist eine Sensation: Keiner der WM-Kandidaten steht auf der Pole-Position für den Großen Preis von Brasilien an diesem Sonntag in São Paulo. Stattdessen platzierte sich ein junger Mann ganz vorne, den der Rennstall Williams angeblich abschieben will oder muss, um im nächsten Jahr mit einem reichen Ersatzmann über die Runden kommen zu können: Der 23 Jahre alte Nico Hülkenberg fuhr am Samstagnachmittag allen davon. „Damit hat wohl keiner gerechnet. Wir haben nach dem Regen auf Slicks gewechselt und ich habe alles gegeben. Die erste Pole-Position ist natürlich etwas ganz Besonderes.“

          Anno Hecker

          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Die Kollegen gratulierten gerne. Sebastian Vettel hatte auch keinen Grund, sich zu ärgern. Denn der Hesse belegte als Zweiter vor seinem Teamkollegen Mark Webber im Red Bull die beste Plazierung unter den verbliebenen Kollegen im Rennen um den Titel. Da Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes) als Vierter vor Ferrari-Star Fernando Alonso (5.) in der Startaufstellung auftaucht, steht der Formel 1 ein spannendes vorletztes Rennen bevor. Denn Alonso, der Führende der Fahrerwertung, hat alle potentiellen Verfolger vor sich. „Chapeau“, sagte Vettel zu Hülkenberg, „das war tückisch. Es war sehr leicht, Fehler zu machen. Ich bin zufrieden.“

          Mit dem Wechsel von nasser auf eine langsam trocknende Strecke kam nicht jeder gut zurecht. Weltmeister Jenson Button (11.) verpasste den letzten Durchgang. Der Weltmeister hat zwar noch eine theoretische Chance, seinen Titel erfolgreich zu verteidigen.

          Pole Position: Nico Hülkenberg (Williams)

          Dann aber müsste das Rennen wohl chaotisch verlaufen. Laut Wettervorhersage soll es nicht regnen. Damit sind auch die Aussichten von Nico Rosberg im Mercedes gering, Brasilien zufrieden zu verlassen. Er wurde, vom Verkehr gebremst, 13. und erstmals seit Ende August wieder von Michael Schumacher geschlagen.

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