https://www.faz.net/-gtl-7o3gn

Formel 1 in Bahrein : Rosberg auf Pole - Vettel von zehn

Schnellster am Samstag und zudem der WM-Führende: Nico Rosberg Bild: AP

Mercedes dominiert die Qualifikation zum Großen Preis von Bahrein an diesem Sonntag (Start: 17 Uhr MESZ). Weltmeister Vettel wird nur als Zehnter starten - und hat auch im Rennen kaum Chancen.

          2 Min.

          Nico Rosberg (Mercedes) hat sich im Qualifikationstraining zum Großen Preis von Bahrein an diesem Sonntag (Start: 17 Uhr / im Liveticker bei FAZ.NET) Startplatz eins gesichert. Er setzte sich gegen Lewis Hamilton durch. „Es läuft momentan, das Auto ist schnell. Aber der Teamkollege ist eine hart Nuss“, sagte Rosberg. Beim dritten Rennen der Saison ist es die dritte Pole Position für die Silberbeile, im internen Duell verkürzte der Deutsche damit auf 1:2. Die Konkurrenz aber ist weit weg. „Es sieht gut aus“, sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. „Aber die Zuverlässigkeit der Autos bleibt ein Thema.“ 

          Michael Wittershagen

          Zuständig für den Sport in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Weltmeister Sebastian Vettel (Red Bull) erlebte hingegen eine Enttäuschung. Der Sechsundzwanzigjährige beendete den Samstag auf Platz elf, startet aber am Sonntag als Zehnter. Er profitiert davon, dass sein Teamkollege Daniel Ricciardo (3.) in der Startaufstellung um zehn Plätze zurück versetzt wird. Es ist die Strafe dafür, dass seine Mechaniker bei einem Boxenstopp in Malaysia das linke Vorderrad nicht richtig befestigt hatten. „Es war kein einfacher Tag für uns“, sagte Vettel. Schon am Vormittag hatte er sich im Training gedreht. „Es war eng, es hat nicht viel gefehlt.“

          Früher Feierabend: Sebastian Vettel kommt dieses Mal nicht einmal in den dritten Durchgang und wird Elfter.

          Mercedes allerdings wird auch an diesem Sonntag kaum zu besiegen sein. Schon bei den Testfahrten vor der Saison fuhren Hamilton und Rosberg in Bahrein in einer eigenen Liga. Nun sind sie wieder weit voraus. Bei den Rennsimulationen am Freitag im Training trennten sie rund acht Zehntelsekunden von ihren Jägern, die allerdings nur beim Start in die Nähe der Silberpfeile kommen dürften – vorausgesetzt die sensible Technik hält und die Benzinmenge von 100 Kilogramm reicht aus. Denn der Kurs in Bahrein zählt neben Melbourne, Montreal und Spa zu jenen Strecken, bei denen der Verbrauch in einen kritischen Bereich kommen kann. 

          Hinter Mercedes aber dürfte es eng werden im Rennen, denn für den verbleibenden Platz auf dem Podium bringen sich gleich vier Teams ins Spiel: Ferrari, Force India, McLaren und Williams und Red Bull. Die Startaufstellung ist ensprechend bunt gemischt. Valtteri Bottas (3./Williams) lauert ebenso wie Sergio Perez (4./Force India) auf seine Chance. Die beiden Ferrari-Piloten Kimi Räikkönen (5.) und Fernando Alonso (9.) setzen hingegen vor allem auf ein besseres Rennen.

          Ein Spanier lässt es qualmen: Fernando Alonso in seinem Ferrari

          Vettel wird kaum eine Chance haben, der „Bahrain International Circuit“ hat zu viele Geraden für seinen Renner mit der Typennummer RB10 und den schwachen Renault-Motor im Heck.  Denn in Bahrein kommt es vor allem auf eines an: Motor-Power. „Wir wussten von Anfang an, dass es für uns ein schwieriger Start wird. Es ist aber ein langes Jahr und es kann viel passieren“, sagt Vettel. „Ich glaube, wir können schon sehr zufrieden sein mit dem, wo wir jetzt sind.“ 

          Zwei andere Deutsche waren dies ganz und gar nicht. Nico Hülkenberg (Force India) beendete das Qualifikationstraining als Zwölfter, startet als Elfter, hatte sich aber weit mehr versprochen. „Meine Runde war nicht gut genug, Kurve eins und zwei waren nicht optimal“, sagte der Mann aus Emmerich am Rhein.

          Noch schlechter lief es für  Adrian Sutil (18.). „Mein Anspruch ist ganz woanders – das ist klar“, sagte der Sauber-Pilot. „Das Auto war ganz okay. Aber unser Problem ist das Übergewicht“, sagte Sutil.

          Mercedes denkt an Michael Schumacher und schreibt dies auch auf die Silberpfeile.

          Grand Prix von Bahrein in Manama– Startaufstellung

          1. Startreihe:
          1. Nico Rosberg (Wiesbaden) Mercedes 1:33,185 Min.
          2. Lewis Hamilton (England) Mercedes 1:33,464

          2. Startreihe:
          3. Valtteri Bottas (Finnland) Williams 1:34,247
          4. Sergio Perez (Mexiko) Force India 1:34,346

          3. Startreihe:
          5. Kimi Räikkönen (Finnland) Ferrari 1:34,368
          6. Jenson Button (England) McLaren Mercedes 1:34,387

          4. Startreihe:
          7. Felipe Massa (Brasilien) Williams 1:34,511
          8. Kevin Magnussen (Dänemark) McLaren Mercedes 1:34,712

          5. Startreihe:
          9. Fernando Alonso (Spanien) Ferrari 1:34,992
          10. Sebastian Vettel (Heppenheim) Red Bull 1:34,985

          6. Startreihe:
          11. Nico Hülkenberg (Emmerich) Force India 1:35,116
          12. Daniil Kwjat (Russland) Toro Rosso 1:35,145

          7. Startreihe:
          13. Daniel Ricciardo (Australien) Red Bull 1:34,051/+ 10 Plätze/Regelverstoß GP Malaysia
          14. Jean-Eric Vergne (Frankreich) Toro Rosso 1:35,286

          8. Startreihe:
          15. Esteban Gutiérrez (Mexiko) Sauber 1:35,891
          16. Romain Grosjean (Frankreich) Lotus 1:35,908

          9. Startreihe:
          17. Pastor Maldonado (Venezuela) Lotus 1:36,663
          18. Kamui Kobayashi (Japan) Caterham 1:37,085

          10. Startreihe:
          19. Jules Bianchi (Frankreich) Marussia 1:37,310
          20. Marcus Ericsson (Schweden) Caterham 1:37,875

          11. Startreihe:
          21. Max Chilton (England) Marussia 1:37,913
          22. Adrian Sutil (Gräfelfing) Sauber 1:36,840/ + 5 Plätze/Behinderung

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Klein und furchteinflößend: Papierfischchen lieben Zellulosefasern.

          Sorge vor Schädlingen : Insekten im Museum

          Alle Museen fürchten Insekten, die ihre Sammlungen als Nahrungsquelle sehen. Trotzdem spricht kaum jemand in der Branche über Schädlingsbefall. Wer es tut, muss mit Konsequenzen rechnen.
          Verkehrsminister Scheuer musste sich wegen der Maut-Vergabe im Juli den Fragen des Verkehrsausschusses im Bundestag stellen.

          Automaut : Rechnungshof kritisiert Scheuer

          Der Bundesverkehrsminister wird seit langem für das Vergabeverfahren für die Pkw-Maut angegriffen. Auch der Bundesrechnungshof ist nicht einverstanden. Es listet gleich eine ganze Reihe von Verstößen auf.
          An der Stelle des Unglücks: Kerzen und Stofftiere erinnern an den Jugendlichen, der hier in der Münchener Innenstadt von einem Raser totgefahren wurde.

          Raserunfall in München : „Keine Hetzjagd“

          Eine Videoaufnahme von dem Raserunfall in München, bei dem ein Jugendlicher starb, soll die Polizei von Hetzjagd-Vorwürfen entlasten und den Vorsatz des Fahrers belegen. Die Staatsanwaltschaft sieht mehrere Mordmerkmale erfüllt.

          Angefasst und ausprobiert : Das kann das Motorola Razr

          Wer das neue Motorola Razr in die Hand bekommt, reißt erst einmal die Klappe auf und sucht wie bei anderen faltbaren Smartphones die Falte in der Mitte. Wir haben aber auch noch anderes ausprobiert.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.