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Image der Rennserie : Die Formel 1 im Waschgang

  • -Aktualisiert am

„Verdienen alle gleiche Rechte“: Lewis Hamilton Bild: dpa

Die Formel 1 steckt vor ihrem Auftaktrennen in Bahrein in einem Dilemma: Sie braucht ein menschlicheres Image, aber auch sehr viel Geld. Welchen Kurs nimmt die neue Saison?

          5 Min.

          Am vergangenen Montag hat die Formel 1 stolz eine neue Partnerschaft verkündet; keinen Deal mit einem Ölkonzern, einer Luxusmarke. Global Citizen, frei übersetzt „Weltbürger“, nimmt künftig wenigstens in Gedanken an der Welt-Tournee teil. Die Nichtregierungsorganisation ist bekannt für ihren Versuch, der Gerechtigkeit auf die Sprünge zu helfen, die Umwelt zu schützen, die Welt zu verbessern. Sie will von der globalen Plattform Formel 1 profitieren, der Rennzirkus vom Ideen-Transfer. So menschenfreundlich wirkte er viele Jahrzehnte nicht. Die Formel 1 lebte von ihrem Image, als elitärer wie unnahbarer Zirkel im Luxus zu schwelgen, das Leben rücksichtslos in vollen Zügen zu genießen, als sei der letzte Tag gekommen. Für manchen Piloten war das so.

          Anno Hecker
          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Diese Geschichte verliert an Faszination. Wer von Kontinent zu Kontinent fliegt, mit seinem Boliden rund 45 Liter auf einhundert Kilometer verbraucht, Frauen vorwiegend im Catering einsetzt, Millionen Euro in Schurkenstaaten einsammelt und durchweg weiß daherkommt, wird mehr und mehr in Frage gestellt. Von der Generation Greta, von deren Eltern, von Politikern, von Unternehmen. Also von zukünftigen Kunden, dem gutsituierten Mittelstand, von Entscheidern – und Sponsoren. Noch weht der Zeitgeist der Formel 1 wie ein leichter Gegenwind ins Gesicht. Die Sturmwarnung aber scheint angekommen.

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