https://www.faz.net/-gtl-aa3y9

Formel-1-Weltmeister im Fokus : Sir Lewis erhebt seine Stimme

  • -Aktualisiert am

Schon vor dem Rennen im Mittelpunkt: Lewis Hamilton in Bahrein Bild: AFP

Mercedes-Pilot Lewis Hamilton, der größte Star des Rennzirkus, mahnt auch in Bahrein gleiche Rechte an. Die Formel 1 will fahren und sich nicht weiter positionieren. Was steckt dahinter?

          4 Min.

          Auf den ersten Blick hat Lewis Hamilton die Formel 1 über das Wochenende gerettet. Weil der siebenmalige Weltmeister, der Chefpilot, das Gesicht der Szene, am vergangenen Donnerstag vor dem Saisonauftakt in Bahrein wieder seine Stimme erhoben hatte: „Es gibt Probleme auf der ganzen Welt, aber ich denke nicht, dass wir in diese Länder gehen und einfach ignorieren sollten, was an diesen Orten passiert, eine tolle Zeit haben und dann gehen.“ Menschenrechte, fügte der Engländer hinzu, sollten kein „politisches Thema“ sein: „Wir alle verdienen gleiche Rechte.“ Sprachs und hinterließ neue Hoffnung bei denen, die eine systematische Verletzung von Menschenrechten in Bahrein beklagen.

          Anno Hecker
          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          „Es ist beruhigend zu wissen, dass sich Sir Lewis weiterhin dem Kampf verschrieben hat für die Menschenrechte“, schrieb Sayed Alwadaei, der Direktor des Instituts für Recht und Demokratie in Bahrein (Bird), unter anderem der F.A.Z.: „Im Gegensatz zur Formel 1 hat Sir Lewis gezeigt, dass Sport ein starker Motor für Veränderungen sein kann, aber nur, wenn man Stellung bezieht. Ich hoffe, dass andere Sportstars seinem Beispiel folgen, wenn sie Staaten wie Bahrein besuchen, die Rechte missbrauchen.“ Es war so eine Art Schlusswort der kurzen Debatte vor dem ersten Grand Prix der Saison. Danach brüllten die Motoren. Und Hamilton triumphierte prompt.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Was hat Wladimir Putin in der Ukraine vor?

          Ukraine-Krise : Russlands wunde Punkte

          Neue westliche Sanktionen könnten Russland hart treffen – aber auch in Ländern wie Deutschland Schaden anrichten, das von russischem Gas abhängig ist.
          Format mit Zukunft? Russlands Präsident Wladimir Putin und Amerikas Präsident Joe Biden

          Videoschalte mit Joe Biden : Ein Gespräch ganz nach Putins Geschmack

          Putins außenpolitischer Berater lobt Joe Biden. Im Gespräch der zwei Präsidenten sei sogar Platz für Komplimente und Witze gewesen. Der Kreml stellt nun einen Dialog mit Washington über Russlands „rote Linien“ in Aussicht.