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Deutscher in der Formel 1 : Die Uhr tickt für Schumacher

  • -Aktualisiert am

„Nur keine Dummheiten“: Mick Schumacher nimmt sich den ersten Grand Prix Schritt für Schritt vor. Bild: dpa

Mick Schumachers Debüt in der Formel 1 wird von überzogenen Erwartungen begleitet. Sein kaum konkurrenzfähiges Team kündigt vorübergehenden Stillstand an – für den Weltmeistersohn womöglich ein Glück.

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          Wenn dieser Satz gelesen ist, könnte Mick Schumacher wieder unterwegs sein. So lange dauert ein Boxenstopp in der Formel 1. Etwa 2,5 Sekunden, ein mittelprächtiges Ergebnis: „Das geht alles so schnell“, sagt der Debütant. Ein paarmal erst hat er diese Übung trainiert vor seiner Grand-Prix-Premiere am Sonntag in Bahrein (17 Uhr MEZ im F.A.Z.-Liveticker zur Formel 1 sowie bei Sky). Es gab schlicht keine Zeit dafür. Nie zuvor in der Geschichte der Formel 1 sind die Novizen so gehetzt worden.

          Anno Hecker
          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Das zählt nicht in der öffentlichen Wahrnehmung, nicht im Fall von MSC. Unter dieser Namensabkürzung wird der 22 Jahre alte, in der Nähe von Genf aufgewachsene Deutsche in allen Zeitentabellen auftauchen. MSC hat eine Signalwirkung, einen Wiedererkennungseffekt. Diese Buchstaben standen jahrelang ganz oben in den Formel-1-Listen, waren das Synonym für die ständige Verkürzung der Rundenzeit, das Signet des Seriensiegers und Rekordweltmeisters Michael Schumacher. Dem Vater fehlte vieles von dem, was den Sohn trug. Ein reiches Elternhaus, ein großer Name in der Szene, Förderer. Aber der Rheinländer genoss etwas Unschätzbares, als er bald 30 Jahre vor seinem Sohn in die Formel 1 einstieg: kaum Erwartungen.

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