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Diskussion um Rennorte : Die Formel 1 rast schnell weiter

Die Formel 1 zu Gast in Saudi-Arabien. Bild: dpa

Die Formel 1 im Hase-und-Igel-Modus: Kommen die Fahrer zur Pressekonferenz, sind die Fragen zur Fragwürdigkeit der Hatz durch Arabien schon da. Lewis Hamilton schlägt sich dabei am besten.

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          In der Formel 1 sind sie derzeit auf dem Weg zum Triple. Nach dem Emir von Qatar wird an diesem Sonntag (18.30 Uhr MEZ im F.A.Z.-Liveticker zur Formel 1, bei RTL und Sky) das saudische Königshaus beehrt, kommende Woche geht es zum Kronprinzen von Abu Dhabi. Die Teams jagen quer über die arabische Halbinsel, Menschenrechtler schicken ihre Informationen über die Verteiler, die Pressekonferenzen haben etwas von Hase und Igel: Kommen die Fahrer an, sind die Fragen zur Fragwürdigkeit des Auftritts schon da.

          Lewis Hamilton schlägt sich dabei am besten, auch in Dschidda. Ob er sich wohlfühle in Saudi-Arabien, das seinen Auftritt durch eine Rekordsumme erkauft hat? „Würde ich nicht sagen“, sagte Hamilton, verwies auf „ziemlich fürchterliche“ Gesetze, die Homosexualität verbieten, und auf die Frauen, die vor Jahren dafür gekämpft hatten, Auto fahren zu dürfen, und dafür bis heute bestraft werden – während das Königshaus sich der Aufhebung des Verbots rühmt.

          „Es ist ja nicht meine Wahl, hier zu sein“, sagte Hamilton. „Aber wenn wir schon hier sind, ob zu Recht oder zu Unrecht, ist es wichtig, Bewusstsein zu schaffen. Es muss sich viel ändern, und unser Sport muss mehr tun.“ Die unbequemen Diskussionen müssten angestoßen werden. Allein: Bevor sie geführt werden, ist die Formel 1 schon weitergerast.

          Christoph Becker
          Sportredakteur.

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