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Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen : Spekulationsobjekt der Formel 1

  • -Aktualisiert am

Nimmt Daniel Ricciardo (rechts) irgendwann den Platz von Kimi Räikkönen bei Ferrari ein? Bild: AP

Kimi Räikkönen muss sein Cockpit bei Ferrari wohl räumen. Konkreter als die Spekulation um die Zukunft der Altstars der Formel 1 ist die Antwort auf die kurioseste Frage in diesem Wechselspiel.

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          Die Motorsport-Welt hat sich an sein Schweigen gewöhnt; an die kargen Wortmeldungen des Finnen Kimi Räikkönen, der so viel zu sagen hat, wenn er ein Lenkrad in den Händen hält und das Gaspedal durchtreten kann. Dann wiederum staunt die Fan-Gemeinde nicht selten sprachlos. Und so haben einer der talentiertesten Piloten der Gegenwart und die meisten ihn begleitenden Journalisten fast zwei Dekaden aneinander vorbeikommuniziert. Damit könnte es aber bald vorbei sein. Der Weltmeister von 2007 steht in diesen Tagen als Spekulationsobjekt im Mittelpunkt des Fahrermarktes. Ferrari, hieß es kurz vor dem Großen Preis von Österreich an diesem Sonntag (15.10 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Formel 1 und bei RTL), werde den stillen Star an der Seite von Sebastian Vettel mit dem zwanzigjährigen Monegassen Charles Leclerc ersetzen. Und zwar schon nach der Sommerpause.

          Anno Hecker

          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Schweigen bei Ferrari. Falls Räikkönen in seinen beiden Einsatzzeiten bei der Scuderia (2007 bis 2009) und wieder seit 2014 etwas bewirkt hat beim berühmtesten und stolzesten Rennstall der Formel 1, dann muss es die Reduzierung der Mitteilsamkeit sein. Unter dem wortgewaltigen Ferrari-Präsidenten Luca Di Montezemolo reichte eine einzige Antwort, eine ganz Zeitungsseite zu füllen mit Geschichten über „passione e potenza“ der Edlen aus Maranello. In der Ära des Fiat-Bosses und Ferrari-Chefs Marchionne fährt die Scuderia häufig den zweisilbigen Räikkönen-Kurs: Mit „ja“ und „nein“ bestreitet Ferrari vorwiegend sein Erklärungsprogramm, ergänzt im Fall Räikkönen am Freitag durch eine Binse: „Sobald wir eine Entscheidung getroffen haben, wird es eine Erklärung geben.“ Am Samstag konnte der 38-Jährige im Qualifying Vettel wieder nicht Paroli bieten und belegte hinter den Mercedes-Piloten Valtteri Bottas, Lewis Hamilton und seinem Teamkollegen zunächst Rang vier. Vettel wurde aber am frühen Abend von den Rennkomissaren wegen einer Behinderung in der Qualifikation um drei Positionen nach hinten auf den sechsten Rang versetzt.

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