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Formel 1 : Ecclestone bleibt Steuermann

  • Aktualisiert am

Angeklagt, aber dennoch Steuermann: Bernie Ecclestone Bild: dpa

Bernie Ecclestone wird die Formel 1 ungeachtet des kommenden Prozesses wegen Bestechung und Anstiftung zur Untreue weiterführen. „Für uns gilt die Unschuldsvermutung“, sagt Red-Bull-Motorsportdirektor Marko.

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          Die meisten Formel-1-Rennställe haben auf die Nachricht, dass sich Bernie Ecclestone vor Gericht wegen des Verdachtes der Bestechung und Anstiftung zur Untreue verantworten muss, nicht reagiert. Nur Red Bull ließ sich am Donnerstag zu einer klaren Äußerung bewegen: „Für uns gilt die Unschuldsvermutung bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung“, sagte Motorsportdirektor Helmut Marko.

          Ecclestone, Chefmanager der Formel 1 im Auftrag der Investmentfirma CVC, sie hält die Vermarktungsrechte an der Motorsportserie, wird voraussichtlich von Ende April an in München vor Gericht stehen. Aus dem Vorstand der Formel-1-Holding ist er nach Angaben von CVC am Donnerstag zurückgetreten. Allerdings wird er in der entscheidenden Position bleiben: Er soll das Tagesgeschäft weiter führen. Dass sei sowohl geschäftlich als auch sportlich im besten Interesse für die Formel 1. Sie leidet unter dem Rückzug von Sponsoren. Wenigstens sechs der elf Teams haben massive Finanzierungsprobleme.

          Hinter den Kulissen werfen kleinere Rennställe Ecclestone eine ungerechte Behandlung vor. Bei der Verteilung der Einnahmen an die Rennställe nach einem weitgehend unbekannten Schlüssel sind vor allem Ferrari und zuletzt auch Red Bull von Ecclestone bevorzugt worden. Forderungen, die Vermarktung zu modernisieren, folgte Ecclestone bislang nicht. Den 83 Jahre Briten erwartet vermutlich ein sehr langwieriges Verfahren.

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