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Formel 1 : Doppelsieg für Brawn durch Button und Barrichello

  • -Aktualisiert am

Champagner für alle! Bild: dpa

Ein Triumph für Brawn GP, ein Desaster für Ferrari, doppeltes Glück für Weltmeister Hamilton, ein Richterspruch gegen Trulli, ein blöder Crash von Vettel und Pech für BMW-Sauber: So viele Themen hatte die Premiere der Formel 1.

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          Ein Triumph für Brawn GP, ein Desaster für Ferrari, doppeltes Glück für Weltmeister Lewis Hamilton, ein Richterspruch gegen Jarno Trulli, ein blöder Crash von Sebastian Vettel und Pech für BMW-Sauber: So viele Themen hatte die Premiere der Formel 1.

          Anno Hecker

          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Der Brite Jenson Button gewann nach fast drei Jahren vor seinem Teamkollegen Rubens Barrichello im ehemaligen Honda-Boliden den kuriosen wie ereignisreichen Auftakt vor Weltmeister Lewis Hamilton. Der war nach einem Getriebewechsel nur von Startplatz 18 ins Rennen gegangen und wurde trotz seines eher mittelmäßigen McLaren-Mercedes am Ende per Dekret sogar noch Dritter. Die Renn-Kommissare gelangten nach dem Rennen zu der Überzeugung, dass der Italiener Jarno Trulli im Toyota in der Safety-Car-Phase kurz vor Rennende den Briten verbotenerweise überholt hatte. Trulli erhielt 25 Sekunden Zeitstrafe und fiel dadurch von Rang drei auf Platz 12 zurück. Toyota legte aber umgehend Protest gegen die Strafe ein.

          Glock fuhr aus der Boxengasse auf Rang vier

          Davon profitierte auch Trullis Teamkollege Timo Glock (Wersau), der auf Platz vier vorrückte. Glock, der wegen eines Regelverstoßes von Toyota beim Zeittraining disqualifiziert wurde und aus der Boxengasse starten musste, hatte ohnehin ein couragiertes Rennen geboten und war bester Deutscher im Ziel. Nico Rosberg (Wiesbaden) im Williams-Toyota wurde auf Rang sechs gewertet. Adrian Sutil (Force India/Neunter) und Nick Heidfeld (BMW-Sauber/Zehnter) kommen dagegen mit leeren Händen zum Grand Prix von Malaysia am nächsten Sonntag.

          Abklatschen in der Boxengasse: Jenson Button lässt sich feiern

          Ferrari, zumindest auf eine satte Punktesammlung aus, musste sogar ganz die Segel streichen. Erst fiel Felipe Massa aus, dann stellte Kimi Räikkönen den Renner der stolzen Scuderia in der Box ab.

          Für Button war es der zweite Sieg im zehnten Jahr

          „Phantastisch. Wir haben natürlich daran geglaubt. Aber bevor man nicht durch ist, glaubt man es natürlich nicht“, sagte Button nach seinem zweiten Grand-Prix-Sieg im zehnten Formel-1-Jahr.

          Action gleich beim Start. Button schoss aus der Pole-Position auf und davon. Aber sein Kollege Rubens Barrichello kam erst in Schwung, als fünf seiner Hintermänner schon an ihm vorbei waren. Entsprechend groß war das Gedränge in der ersten Kurve. Der verspätete Barrichello drängte so wuchtig in die Linkskehre, dass er Mark Webber im Red Bull anstieß. Dessen Bolide warf Nick Heidfeld aus der Bahn. Gegen den zurückprallenden Webber knallte McLaren-Pilot Heikki Kovalainen. Nach ein paar hundert Metern war die erste Dienstfahrt des Finnen in diesem Jahr beendet.

          Ferrari hat Erfahrung statt Punkte gesammelt

          Heidfeld und Webber kehrten nach einem zeitraubenden Reparatur-Aufenthalt an der Box wieder zurück ins Rennen. Wenn man schon keine Punkte mehr gewinnen kann, dann eben Erfahrung mit den Neuwagen. Die bitterste des Tages machten die favorisierten Werksteams. Von der Überlegenheit der Brawns wussten sie schon vor der Reise nach Australien. Außerdem profitierten die Engländer als Nachfolger von Honda zumindest bis zum vergangenen Dezember von den Millionen aus Tokio.

          Und überhaupt, so klagen Ferrari, Renault, BMW, aber auch Red Bull, sei das Auto wegen des Diffusors am hinteren Ende des Unterbodens, er beschleunigt den Luftabfluss und verstärkt den Ansaugeffekt, illegal. Darüber wird das Berufungsgericht des Internationalen Automobil-Verbandes am 14. April entscheiden (siehe: Brawn: Grenzgänger in den Grauzonen).

          Vettel fuhr ein beherztes Rennen

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