https://www.faz.net/aktuell/sport/formel-1/formel-1-carlos-sainz-startet-beim-grossen-preis-von-belgien-auf-pole-18273922.html

Formel 1 in Belgien : Carlos Sainz profitiert von Strafenfestival in Spa

  • -Aktualisiert am

Fuhr zur zweiten Pole seiner Formel-1-Karriere: Carlos Sainz Bild: AP

Max Verstappen fährt in der Qualifikation in Spa-Francorchamps die schnellste Zeit – und startet doch von weit hinten. Weil es jede Menge Startplatzstrafen hagelt. Nicht nur Carlos Sainz profitiert.

          3 Min.

          In Spa die Pole-Position gewinnen: Das ist eine besondere Auszeichnung für Formel-1-Piloten. Ein Adelsschlag. Weil der Kurs in den Ardennen die Ansprüche einer Fahrerstrecke erfüllt, wenn es denn um die Kunst der „schnellsten Runde“ geht: mit Vollgas, mit Tempo 310 durch die berühmte Senke von Eau Rouge, wo die Boliden in die Knie gezwungen werden, dass die Funken sprühen beim Aufsetzen des Chassis, bevor es hoch hinausgeht im Rechtsschwung mit einer 19-prozentigen Steigung. Aus der Sicht des Cockpits eine Art Himmelfahrtsperspektive.

          Anno Hecker
          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Max Verstappen hat sie genossen am Samstag beim Qualifying für den Großen Preis von Belgien an diesem Sonntag (15.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Formel 1 und bei Sky). Der Niederländer kam am schnellsten über Berg- und Talfahrt im Hohen Venn. Zweiter wurde Carlos Sainz im Ferrari vor Sergio Perez im zweiten Red Bull. Der Mexikaner ließ Ferraris Chefpiloten Charles Leclerc (4.) hinter sich, Verstappens Rivalen im Kampf um den Fahrer-Titel. 

          Frühes Aus für Vettel

          Mick Schumacher lächelte zaghaft nach der Stunde im hektischen Kreisverkehr: 15., obwohl ihn im dritten Training ein technischer Defekt gestoppt hatte. Die Pannenserie des Haas-Rennstalls reißt nicht ab. Den 24jährigen Deutschen hinderte es aber nicht daran, im ersten Durchgang seinen Teamkollegen Kevin Magnussen (18.) um gut 0,2 Sekunden hinter sich zu lassen; und dazu den viermaligen Weltmeister Sebastian Vettel am Einzug in die zweite Runde zu hindern, auch wenn der Zeitunterschied kaum zu erkennen war: 0,002 Sekunden. Vettel blieb im Aston Martin als 16. hängen, geschlagen auch von seinem Teamkollegen Lance Stroll. 

          Formel 1

          Aber der Heppenheimer nahm die Niederlage gelassen hin. „Es ist  doof, wenn es so wenig ist, aber ich habe mich nicht so gut gefühlt, der letzte Lauf hat nicht so gut gepasst“, sagte er dem TV-Sender Sky. Seine Aussichten sind besser, als es das Ergebnis andeutet. Denn er rückt bei seiner Abschiedstournee zum Ende der Karriere, beim letzten Start in Spa-Francorchamps als Formel-1-Pilot auf den zehnten Platz vor, vorbei auch am Landsmann Schumacher.  Der Grund? Das Spar- und Strafprogramm der Formel 1.   

          Viele Fahrer wechseln Teile

          Sieben Fahrer und Teams hatten sich entschieden, neue Antriebs- und Getriebeteile einzusetzen, aus strategischen Gründen. Da zur Senkung der Kosten nur jeweils drei Einheiten pro Saison erlaubt sind, führt die vierte eingebaute Komponente  zu einer Rückversetzung, je nach Umfang bis auf den letzten Startplatz. Was auf der rund sieben Kilometer langen Piste leichter zu verschmerzen ist, als es etwa am kommenden Sonntag beim Rennen in Zandvoort der Fall wäre.

          Formel 1

          Die lange Kemmel-Gerade und die Anfahrt zur Schikane kurz vor der Zielgeraden erlauben Überholmanöver.  Verstappen wird also nicht ganz aussichtslos vom Ende des Feldes losbrausen. Und mit ihm eine Reihe Kollegen: Valtteri Bottas (Alfa Romeo), Lando Norris (McLaren), Esteban Ocon (Alpine), Zhou Guanyu (Alfa Romeo), Mick Schumacher  – und Leclerc. 

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Ausnahmsweise ohne Buch in der Hand: Buschmann im Sommer bei der Kabinettsklausur in Meseberg

          Die zwei Justizminister : Wer ist Marco Buschmann?

          Fußnoten-Liebhaber und Musikproduzent: Justizminister Buschmann pflegt eine widersprüchliche Selbstinszenierung. Wenn es um seine Überzeugungen geht, ist vom braven Aktenmenschen aber nicht mehr viel übrig. Dann kämpft er hart.
          Französischer Doppeldecker über einer Industrieanlage im Ruhrgebiet: Die Besetzung wegen ausstehender Reparationszahlungen an die Siegermächte des Ersten Weltkriegs begann im Januar 1923 und dauerte bis 1925.

          Das Jahr 1923 : Das Weimarer Doppelgesicht

          Ruhrbesetzung, Hitler-Putsch, linke Umsturzpläne, nationalkonservative Attacken, Hyperinflation: Die Weimarer Republik überstand 1923 einige Gefahren. Fünf neue Bücher widmen sich diesem Jahr.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.