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Formel 1 : Ferrari bekommt 192 Millionen Dollar „Bernie-Geld“

  • Aktualisiert am

Sebastian Vettels Arbeitgeber Ferrari bekommt das meiste Geld von Bernie Ecclestone. Bild: dpa

Mercedes ist das erfolgreichste Formel-1-Team, doch Ferrari bekommt vom Chefvermarkter Ecclestone mehr Geld. Das Gefälle zwischen den Rennställen ist groß. Für die Ungleichbehandlung gibt es einen wesentlichen Grund.

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          Die Scuderia Ferrari bekommt von Chefvermarkter Bernie Ecclestone für die Teilnahme an der Formel-1-Weltmeisterschaft gut vier Mal so viel Geld wie das Manor-Team. Das geht aus den Zahlen hervor, die vom Portal Motorsport-Total.com am Donnerstag veröffentlicht werden. Demnach zahlt Ecclestones „Formula One Management“ (FOM) im Jahr 2016 192 Millionen Dollar, 17 Prozent mehr als 2015 und 21 Millionen Euro mehr als an das erfolgreichste Team der Gegenwart, Mercedes. Der deutsch-englische Rennstall erhält 171 Millionen Dollar, ein Zuwachs von 36 Prozent.

          Manor dagegen erhält nur 47 Millionen Dollar des sogenannten „Bernie-Geldes“. Wesentlicher Grund für die Ungleichbehandlung sind die Bonuszahlungen, die sechs von elf Formel-1-Teams erhalten. Während Ferrari (105 Millionen), Mercedes und Red Bull (je 74 Millionen), McLaren (32 Millionen) und Williams (10) aus den unterschiedlichsten Gründen Boni von Ecclestone erhalten, gehen Renault, Force India, Sauber, Manor und Haas leer aus. Obwohl das Schweizer Sauber-Team die vergangene Saison erfolgreicher beendet hatte als McLaren, kommt das englische Team bei Ecclestone 28 Millionen Dollar reicher weg, dem „Constructors Championship Bonus“ sei dank.

          Durch die Boni wird auch die Erfolgsstaffelung ausgehebelt, nach der ein Teil des Geldes dem Abschneiden in der Vorsaison entsprechend ausgezahlt wird. Neben Ferrari und Mercedes erhält nur Red Bull insgesamt mehr als 100 Millionen Dollar von der FOM. Der Rennstall von Dietrich Mateschitz kommt mit 144 Millionen Dollar sehr viel besser weg als das mit der vierthöchsten Summe bedachte Team Williams. Der englische Rennstall erhält 87 Millionen Dollar.

          Die ungleiche Prämienverteilung ist Gegenstand der Beschwerde, die Sauber und Force India im vergangenen Jahr bei EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager eingereicht haben. Insgesamt schüttet die FOM voraussichtlich 965 Millionen Dollar an die Teams aus, geschätzte 65 Prozent ihrer Gesamteinnahmen an die Teams aus.

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