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E-Sport : Formel 1 an der Grenze zur Realität

  • -Aktualisiert am

So sieht das aus, wenn Marcel Kiefer in der Formel 1 fährt – beim eSport. Bild: Screenshot YouTube.com/ForceIndiaF1

Die Formel 1 entwickelt sich im E-Sport rasend schnell. Realität und Spiel kommen sich im Rennsport näher als in anderen Sportarten. Das liegt aber nicht unbedingt am Sport selbst.

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          Marcel Kiefer war kurz davor, sich seinen Traum zu erfüllen. Er hatte über zwei Jahre 15.000 Euro gespart, um sich eine Saison bei den ACV Kart Nationals finanzieren zu können. Kiefer hätte am eigenen Leib all das gespürt, was den Motorsport ausmacht. Hohe Kurvengeschwindigkeiten, die Fliehkräfte, den Fahrtwind, den Geruch von Benzin und verbranntem Reifengummi. Dazu wird es vorerst nicht mehr kommen. Denn der 19-Jährige hat den direkten Sprung in die Königsklasse des Motorsports geschafft. Kiefer ergatterte eines von drei Cockpits beim Formel 1-Team Force India. Alle Rennställe, abgesehen von Ferrari, mussten sich neue Fahrer suchen.

          Nicht als Ersatz für Hamilton, Bottas oder Verstappen, sondern für ihre virtuellen Boliden in der Formel 1-E-Sport-Serie, die zum zweiten Mal ausgefahren wird. Bis Ende des Jahres wird der Sieger in drei Events ermittelt. Der Weg Kiefers und der anderen Fahrer Richtung virtuellem F1-Cockpit begann im April online. In der 2017er-Version des offiziellen Spiels zur Formel-1-Weltmeisterschaft mussten sie sich in Renn-Szenarien beweisen. Gespielt wird mit einem Lenkrad, meist ausgestattet mit Schaltwippen und Pedalen, das an PC oder Konsole angeschlossen wird. „Wir sind an einem Grenzpunkt zwischen einer virtuellen Welt und der Realität angelangt“, sagt Kiefer. „Wir sehen uns nicht als Zocker, sondern als Fahrer.“

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