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Saison 2019 : Formel 1 kehrt zu Sky zurück

  • Aktualisiert am

Sky setzte Kommentator Sascha Roos (links) und Experte Marc Surer bei der Formel 1 ein. Bild: Picture-Alliance

In der vergangenen Saison übertrug alleine RTL die Rennen der Formel 1. Nach nur einem Jahr ändert sich das wieder. Mit dem Start im März in Melbourne gibt es auch im Pay-TV wieder Live-Bilder zu sehen.

          Eine Alternative für die deutschen Fans, ein neuer, alter Konkurrent für Platzhirsch RTL: Nach einem Jahr Auszeit kehrt die Formel 1 zum Pay-TV-Sender Sky zurück. Die Rennserie sowie der Münchner Fernsehsender bestätigten am Dienstagmorgen eine zweijährige Einigung für die Meisterschaften 2019 und 2020. Zuvor hatten das Medienmagazin DWDL und die „Bild“-Zeitung übereinstimmend über den Deal berichtet. Damit wird die Königsklasse des Motorsports in Deutschland bereits ab der im März startenden Saison wieder auf zwei Sendern zu sehen sein. Nachdem Sky sich im vergangenen Jahr zurückgezogen hatte, hatte der Kölner Privatsender RTL die Rennen auf dem deutschen Markt exklusiv übertragen.

          Für den amerikanischen Formel-1-Eigner Liberty ist der Deal ein Erfolg, die internationale Vergabe der TV-Rechte ist ein wichtiger Eckpfeiler im Geschäftsmodell. Die Mischung aus Free- und Pay-TV, die Liberty Einnahmen und Reichweite garantiert, ist lukrativ. Auch die Fans mit einem Sky-Abo gewinnen – sie können wieder wählen. Beginnend mit dem Saisonstart 2019 in Melbourne in Australien (17. März) wird Sky alle 21 Rennwochenenden der Königsklasse live übertragen. Die Live-Rechte beinhalten die Verbreitungswege Satellit, Kabel, IPTV, Web und Mobile in Deutschland und Österreich sowie die deutschsprachigen Rechte in der Schweiz.

          „Die kompletten Formel-1-Wochenenden live, keine Werbeunterbrechungen während des Renngeschehens und für Sky-Q-Kunden auch Übertragungen in Ultra HD: Mit diesem großartigen Paket bieten wir ab der neuen Saison wieder die beste Berichterstattung der Formel 1 im deutschen Fernsehen“, sagte Holger Enßlin, Geschäftsführer Legal, Regulatory and Distribution von Sky Deutschland. Ian Holmes, Director of Media Rights der Formel 1, sagte: „Es ist großartig, wieder mit Sky Deutschland zusammenzuarbeiten. Qualität und Umfang der Sky-Übertragungen waren immer beeindruckend, und ich bin mir sicher, dass sich die Sky-Kunden wieder auf diese umfassende Berichterstattung freuen.“

          Frei empfangbar bleiben die Rennen von Sebastian Vettel und Co. beim Kölner Sender, der seit 1991 alle Rennen live zeigt, den Schumacher-Hype begleitete und den Aufstieg Sebastian Vettels abbildete. RTL reagierte gelassen auf die Ankündigung aus München. „Wir nehmen das sportlich. RTL war, ist und bleibt – ob mit oder ohne Pay-TV-Konkurrenz – die erste Adresse für alle Motorsportfans. Nur bei uns bekommen die Zuschauer die Formel 1 kostenlos frei Haus geliefert – in gewohnt herausragender Qualität und mit dem besten und erfahrensten Team. Mit dieser Gewissheit gehen wir voller Vorfreude in die neue, spannende Saison 2019“, sagte RTL-Sprecher Matthias Bolhöfer dem Sport Informations Dienst.

          Nach der erfolgreichen Handball-WM wünschen sich derweil auch Eishockey und Basketball wieder Live-Übertragungen ihrer Nationalteams in ARD und ZDF. Über die Initiative „Teamsport Deutschland“ wollen der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) und der Deutsche Basketball Bund (DBB) bei den öffentlich-rechtlichen TV-Sendern dafür werben, sich für Events ihrer Sportarten wieder um Rechte zu bemühen oder Sub-Lizenzen von den Rechte-Inhabern zu erwerben. In der Initiative organisiert sind die Dachverbände aus Fußball, Handball, Eishockey, Basketball und Volleyball.

          „Mit Teamsport Deutschland sind wir im Dialog mit den öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten und könnten auf Anfragen flexibel reagieren“, sagte Eishockey-Präsident Franz Reindl der Deutschen Presse-Agentur. „Wo ein Wille ist, wird sich mit unseren Partnern auch ein Weg finden lassen.“ Basketball-Verbandschef Ingo Weiss sagte dazu: „Grundsätzlich sind wir mit ARD und ZDF immer in guten Gesprächen und ich gehe positiv an die Gespräche zur WM.“

          Erfolg der Handball-WM munter auf

          Aktuell liegen die TV-Rechte für die WM-Turniere im Eishockey bei Sport1 (bis 2023) und im Basketball bei Telekomsport (bis 2021). „Unsere Partner, bei denen wir uns grundsätzlich sehr gut aufgehoben fühlen, sind da offen“, meinte Reindl. Weiss berichtete gar: „Die Telekom als Rechteinhaber hat uns signalisiert, dass mit den öffentlich-rechtlichen Sendern über die WM gesprochen wird.“

          Das nächste WM-Turnier im Eishockey findet im Mai in der Slowakei statt, im Basketball im September in China. „Wir rechnen mit Spielzeiten zwischen 13 und 17 Uhr, da wird es für uns natürlich wesentlich einfacher, ins Programm zu kommen als am Abend – und wir haben eine ganz andere Qualität der Diskussion“, sagte Weiss. Anlass für den Vorstoß ist der Erfolg bei der Handball-WM im Januar. Unter anderem hatten knapp zwölf Millionen Menschen das Halbfinale der DHB-Auswahl gegen Norwegen an einem Freitagabend gesehen (ARD-Marktanteil: 35 Prozent).

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