https://www.faz.net/-gtl-80isr

Nach Formel-1-Unfall : Alonso verzichtet auf erstes Rennen

  • Aktualisiert am

Fernando Alonso verlässt das Krankenhaus (Archivbild 25. Februar 2015) Bild: dpa

Der Spanier hört auf den Rat seiner Ärzte und startet nach seinem schweren Trainingsunfall in Australien nicht. Sein Verzicht soll eine Ausnahme bleiben.

          2 Min.

          Aus Angst vor einer weiteren Gehirnerschütterung und auf Anraten der Ärzte tritt Fernando Alonso beim Saisonauftakt der Formel 1 in weniger als zwei Wochen nicht an. „Es wird schwer sein, nicht in Australien zu sein, aber ich habe auf die Ratschläge gehört“, schrieb der 236-malige Grand-Prix-Teilnehmer am Dienstag bei Twitter. Alonso, der am 22. Februar bei den Testfahrten verunglückt war, wird damit erstmals in seiner Karriere als Stammfahrer das erste Rennen einer Weltmeisterschaft verpassen. „Ein zweiter Einschlag in weniger als 21 Tagen NEIN“, schrieb er.

          Aus neurologischer und kardiologischer Sicht ist Alonso nach Angaben der Ärzte vom Dienstag völlig gesund. Er selbst will eigentlich längst auch wieder im neuen McLaren-Honda sitzen. Die Mediziner wiesen aber auf die Gefahr einer weiteren Gehirnerschütterung in so kurzer Zeit hin, nachdem Alonso eine entsprechende Kopfverletzung bei seinem Unfall während der Testfahrten auf dem Circuit de Catalunya erlitten hatte. „Fernando hat den Rat verstanden und akzeptiert“, schrieb Alonsos Rennstall in einer Presseerklärung.

          Der Spanier war seitlich in eine Streckenmauer gekracht. Der Unfallhergang hatte zu wilden Spekulationen geführt. Alonso selbst soll sich an den Crash nicht erinnern können. Nach Angaben von McLaren war heftiger Wind Grund für den Abflug des Weltmeisters von 2005 und 2006, der unumstritten zu den absolut besten Fahrern im Feld gezählt wird.

          Den freien Platz neben Jenson Button im zweiten Wagen des britischen Teams nimmt beim Großen Preis von Australien am 15. März Testfahrer Kevin Magnussen ein. Die Ärzte erlaubten Alonso immerhin körperliches Training zur Vorbereitung auf das nachfolgende Rennen am 29. März in Malaysia. Ob er dort an den Start gehen kann und wird, ist aber auch noch offen.

          Rettungskräfte bringen Alonso mit dem Hubschrauber ins nächste Krankenhaus (Archivbild 22. Februar 2015)

          Alonso hatte sich selbst erstmals nach seinem Crash am Freitag zu Wort gemeldet. „Hallo an alle, wie ihr sehen könnt, geht’s mir komplett gut“, hatte er in einem Video bei youtube.com erklärt. Er wäre auch bei den letzten Testfahrten Ende vergangener Woche schon wieder ins Auto gestiegen, „aber den Empfehlungen der Ärzte zufolge soll ich noch ein paar Tage warten“, hatte Alonso gesagt. Er war unmittelbar nach seinem Unfall per Helikopter in ein Krankenhaus gebracht worden und hatte es erst am Mittwoch wieder verlassen dürfen. Seitdem befindet sich Alonso zu Hause in Oviedo.

          Offensichtlich gehen die Ärzte bei dem Asturier absolut auf Nummer sicher. Denn es gilt als besonders gefährlich, wenn es kurz nach einer ersten zu einer weiteren Gehirnerschütterung kommt. Im Gehirn sind die kleinen Verletzungen noch nicht komplett ausgeheilt. Die dann möglichen Folgeverletzungen können schwerwiegender sein.

          Für McLaren und den neuen Antriebspartner Honda bedeutet der Startverzicht von Starpilot Alonso zweifelsohne einen Rückschlag. Der Rennstall will mit dem 33 Jahre alten Spanier und dem 35 Jahre alten Button schon in dieser Saison an die alten Zeiten anknüpfen, in denen McLaren Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre die Formel 1 dominiert hatte.

          Weitere Themen

          Gigantische Olympische Ringe Video-Seite öffnen

          Sommerspiele in Japan : Gigantische Olympische Ringe

          Die Installation ist 32,6 Meter breit und 15,3 Meter hoch. Sie soll in der Bucht von Tokio vor Anker gehen, in der Schwimm- und Triathlonwettbewerbe stattfinden. Die Olympischen Sommerspiele beginnen am 24. Juli.

          Topmeldungen

          „Das ändert nichts an meiner Entschlossenheit, für eine offene Gesellschaft einzustehen“: Ein Kriminaltechniker untersucht das Bürgerbüro von Karamba Diaby, SPD, MdB, auf das aus bisher unbekannten Motiven geschossen wurde.

          Erbe des DDR-Alltagsrassismus : Kaltes Land

          Immer wieder Ostdeutschland: Immer wieder gibt es fremdenfeindliche Attacken. Das ist auch ein spätes Erbe des Alltagsrassismus, der in der DDR nie wirklich bekämpft wurde.
          Auch ein Anker kann so schön sein.

          Messe Boot : Welcome to Düssel Beach

          Der Nabel der Wassersportwelt liegt derzeit weder in Monaco noch in Miami, sondern ganz eindeutig am Rhein. 1900 Aussteller aus 71 Ländern füllen die 17 Hallen der Düsseldorfer „Boot“. Schauen wir uns ein wenig um auf der „größten Wassersportmesse der Welt“.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.