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Formel 1 : Die Gespenster im Kopf von Sebastian Vettel

  • -Aktualisiert am

Für Sebastian Vettel läuft die Zeit bei der „Scuderia“ – bis Jahresende sitzt der Heppenheimer noch im Cockpit von Ferrari. Bild: AFP

Die Zeit bei Ferrari geht für Sebastian Vettel zu Ende – das zehrt am viermaligen Weltmeister. Wo soll der einst so erfolgsverwöhnte Formel-1-Pilot hin?

          5 Min.

          Sebastian Vettel war ratlos. Das passiert ihm selten. Er saß beim ersten Grand Prix des Jahres in einem Ferrari, den er nicht wiedererkannte. In den ersten drei Trainingssitzungen hatte sich sein SF1000 noch ganz gut angefühlt, auch wenn die Rundenzeiten schon angedeutet hatten, dass Ferrari in diesem Jahr ins Mittelfeld zurückgefallen ist. Nur eine Stunde später glaubte Vettel, in einem anderen Fahrzeug zu sitzen. Das Heck des Ferrari mit der Startnummer 5 führte ein unberechenbares Eigenleben – und im Cockpit verlor der Pilot, ein viermaliger Weltmeister, immer mehr das Vertrauen in den roten Renner.

          Trotz Datenanalyse und einer Untersuchung des Autos blieb der Ferrari auch am Renntag störrisch. „Es war fast noch schlimmer. Das Auto war praktisch unfahrbar“, sagt Vettel Tage danach: „Ich war am Ende froh, dass ich mich nur ein Mal gedreht habe.“ Unglücklicherweise stand dabei der McLaren von Carlos Sainz im Weg. Am Ende sah es wieder so aus, als hätte sich Vettel im Zweikampf verschätzt und der Serie mysteriöser Unfälle, bei denen er nicht sonderlich glücklich aussah, einen weiteren hinzugefügt. „Ich wollte an den Autos vor mir dranbleiben und sah meine Chance, als Charles seine Position gegen Carlos verteidigen musste. Dabei entstand eine Lücke, in die ich hineinfahren wollte, um mir eine gute Position für die nächste Gerade zu sichern. Als sie zuging, habe ich das Auto auf der Bremse verloren“, sagt Vettel. Auch der Rest des Rennens unterstrich, dass etwas mit dem Auto nicht stimmte. Vettel kam weder am Alfa Romeo von Kimi Räikkönen noch am Williams von George Russell vorbei. Am Ende wurde er von Antonio Giovinazzi (Alfa Romeo) überholt. Ihm blieb nur Platz zehn beim ersten Rennen des Jahres und die Hoffnung, dass an diesem Wochenende, wenn es in Spielberg um den Großen Preis der Steiermark (Start: 15.10 Uhr/ F.A.Z.-Liveticker zur Formel 1, RTL und Sky) geht, besser würde.

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