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Charles Leclerc : Der Formel-1-Streber

  • -Aktualisiert am

Große Ziele im Blick: Charles Leclerc ist der Aufsteiger der Saison. Bild: EPA

Charles Leclerc mischt Ferrari und die Formel 1 auf. Erst wunderte sich Sebastian Vettel über seinen neuen Teamkollegen, nun könnte der Monegasse schon bald Max Verstappen überholen.

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          Im vergangenen Jahr um diese Zeit war Charles Leclerc ein Rennfahrer-Talent, das gerade einen Ferrari-Vertrag unterschrieben hatte. Nur zwölf Monate später hat der 21 Jahre alte Monegasse zwei Grands Prix gewonnen und fährt auf einem Niveau mit Lewis Hamilton, Sebastian Vettel und Max Verstappen. Die Experten im Fahrerlager hatten viel für möglich gehalten, aber nicht so viel. Der Reifeprozess des Ferrari-Piloten läuft in einer atemraubenden Geschwindigkeit ab. Schneller sogar als bei Max Verstappen, dem anderen Supertalent in der Branche. Mit ihm wird Leclerc schon verglichen. Er wildert also in einem Revier, das künftig für den Niederländer reserviert schien. Aber das ist Vergangenheit, denn es ist klar: Hier kämpfen zwei um die Nachfolge der mehrmaligen Weltmeister Lewis Hamilton und Sebastian Vettel.

          Der Vergleich bietet sich an. Leclerc ist nur 16 Tage jünger als Verstappen, dafür ist er weniger erfahren, absolvierte 60 Grands Prix weniger. Als Leclerc Anfang 2018 als Formel-2-Meister in die Champions League des Motorsports aufstieg, ging Verstappen bereits in seine vierte Saison in der Formel 1. Beide mussten sich um die Finanzierung ihrer Karriere von einem bestimmten Zeitpunkt an keine Sorgen mehr machen. Sie waren Teil von Förderprogrammen. Leclerc bei Ferrari, Verstappen bei Red Bull. Beide durften die Grundlagen der Formel 1 ohne großen Druck bei einem Satellitenteam lernen. Leclerc wurde zu Sauber gesteckt, Verstappen zu Toro Rosso. Der Lernprozess war kurz. Leclerc wechselte schon nach einer Saison und 21 Rennen zu Ferrari. Verstappens Beförderung in das A-Team Red Bull dauerte saisonübergreifend 23 Rennen. Er bedankte sich mit einem Sieg in Barcelona gleich bei seiner Premiere. Leclerc hätte Ferrari um ein Haar im zweiten Anlauf beglückt. Nur ein Kurzschluss in einem Steuergerät stand dem Sieg beim Rennen in Bahrein im Weg.

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