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Crashtest - Die Formel-1-Kolumne : Der Greis ist heiß

Immer ein offenes Ohr: Bernie Ecclestone

Immer ein offenes Ohr: Bernie Ecclestone Bild: dpa

Was denn nun? Einbuchten oder Anhimmeln? Eben noch gejagt, muss Bernie Ecclestone den Großen Preis von Deutschland retten - mal wieder. Dass er dem Nürburgring weiterhilft, ist nicht mal ausgeschlossen.

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          Ach, die Deutschen: Während der Staatsanwalt aus München Charles Bernhard Ecclestone hinterher jagt, sehnen sich die Pleitiers vom Nürburgring nach der rettenden Hand des kleinen Mannes von der Insel. Nach einer Pfote, die vor Wochen kaum einer mehr schütteln wollte. Was für ein Bild ergibt das eigentlich?

          Anno Hecker
          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Das vom Zampano der Formel 1, wie er in diesem Land schwebt zwischen Einbuchtung und Verherrlichung. Also fragt man sich, wo er landen wird. Vielleicht doch auf einem Sockel vor der Grand-Prix-Strecke in der Eifel, wenn Ecclestone einer Anklage wegen Bestechung entgeht und 2013 um jeden Preis einen Grand Prix in Deutschland austragen lassen will.

          Dann müsste er aber wohl höchst persönlich als Promotor auftreten. Ungewöhnlich wäre das nicht. Aber ob es auch besonders verdienstvoll wäre - für Ecclestone und die Teams? Nein. Mit Formel-1-Rennen macht man (ohne Subventionen) keinen Gewinn mehr. Ihre Antrittsgage ist in der Regel nicht mehr zu refinanzieren.

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          Crashtest : Crashtest - Die Formel-1-Kolumne

          Es sei denn, Ecclestone, der Formel-1-Vermarkter, böte Ecclestone, dem Grand-Prix-Promotor in der Eifel, einen Discountpreis an. Die Voraussetzungen sind so schlecht nicht. Schon den Rennfreunden in Hockenheim hat der blitzgescheite Greis aus London aus alter Verbundenheit über die Runden geholfen.

          Mit einer Gage von 14 Millionen Dollar liegt man weit unter dem, was die Asiaten für den Auftritt der Boliden zahlen. Allerdings müssen die Hockenheimer Ecclestone beteiligen, wenn an diesem Wochenende mehr als 50.000 zahlende Zuschauer kommen; mit angeblich 100 Euro für jeden weiteren Kartenverkauf. Wie zu hören ist, läuft das Geschäft nicht so wie gewünscht.

          Obwohl doch die Formel 1 nichts an Spannung verloren hat, im Gegenteil: ständige Führungswechsel in der Fahrerwertung, Vettel als Titel-, Schumacher als Siegkandidat. Was kann man denn noch bieten? Die Sorgen und die möglichen Verluste aber sind nichts gegen das, was der Formel 1 im Herrschaftsbereich der Europäischen Kommission droht.

          Wenn die Wettbewerbshüter endgültig feststellten, dass öffentliche Subventionen für eine Rennstrecke in der Eifel nicht erlaubt sind, dann gilt das Verbot wohl auch für Belgien, England, Italien, Spanien und Ungarn - gemeinhin alle mehr oder weniger staatlich unterstützte Europastationen der Formel 1.

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