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Not in Corona-Krise : Wie ein Formel-1-Projekt das Atmen erleichtert

Offenbar in unter einer Woche entwickelt: ein Beatmungsgerät unter Mitwirkung des Formel-1-Teams von Mercedes Bild: AFP

In weniger als 100 Stunden haben Renningenieure aus der Formel 1 gemeinsam mit Medizinern ein Atemgerät verbessert. Denn: Der Mangel daran gerade in England ist groß. Und: Das Projekt hat eine große Besonderheit.

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          Die Konstruktionspläne von Ingenieuren der Formel 1 und des Universitätskrankenhauses London (UCLH) für ein verbessertes Atemhilfsgerät (CPAP) sind zum kostenfreien Herunterladen ins Internet gestellt worden. Das teilten die Beteiligten am Dienstag mit. Mit dem Gerät soll Covid-19 Patienten geholfen werden. Es erleichtert das aktive Atmen.

          Anno Hecker

          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Nach Darstellung des UCLH kann der verstärkte Einsatz einen Teil der Patienten davor bewahren, künstlich beatmet und dazu sediert werden zu müssen. In England ist die Zahl der zur Verfügung stehenden Atemhilfsgeräte als viel zu gering eingeschätzt worden. Die britische Regierung hatte deshalb unter anderem Formel-1-Teams gebeten, bei der Verbesserung und Neuentwicklung zu helfen. Unter Führung von Mercedes wurde zusammen mit UCLH in 100 Stunden unter anderem ein existierendes CPAP optimiert.

          Demnach soll der Sauerstoffverbrauch im Vergleich zum Vorgängermodell um „bis zu 70 Prozent gesenkt“ worden sein. Dieses CPAP habe in der vergangenen Woche die Zulassung durch die medizinische Aufsichtsbehörde Großbritanniens MHRA erhalten. Mit der Veröffentlichung des Designs und den Angaben etwa zu Material, Werkzeug und Bauzeit sollen potentielle Hersteller zum Einstieg in die Produktion animiert werden.

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