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Chronologie : Ferrari-Dokumente auf CD-Rom

  • Aktualisiert am

McLaren-Mercedes im Fokus der Ermittler Bild: AP

Mit dem Sieg von Ferrari-Pilot Räikkönen nimmt die Formel-1-Spionageaffäre ihren Lauf. FAZ.NET dokumentiert die wichtigsten Ereignisse bis zum aktuellen Urteil des Weltverbands FIA.

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          Der Formel-1-Rennstall McLaren-Mercedes ist vom Weltrat des Internationalen Automobilverbandes FIA mit der Aberkennung aller Teampunkte und einer 100-Millionen-Dollar-Geldbuße wegen Spionage bestraft worden. FAZ.NET dokumentiert die wichtigsten Ereignisse rund um die Spionageaffäre. Mittendrin: der ehemaligen McLaren-Chefdesigner Mike Coughlan und der ehemalige Ferrari-Chefmechaniker Nigel Stepney.

          18. März: Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen gewinnt den Saisonauftakt. Anschließend weist McLaren-Mercedes den Weltverband FIA angeblich auf Stepneys Geheiß auf einen irregulären Unterboden bei den „Roten“ hin. Dieser wird anschließend verboten.

          28. April: Nach Aussage von Coughlan bekommt er die 780 Seiten mit vertraulichen Ferrari-Informationen von Stepney auf dem Weg zum Flughafen in Barcelona.

          Im Juni: Ein Mitarbeiter eines Copy-Shops nahe der McLaren-Fabrik in Woking informiert Ferrari, dass Coughlans Ehefrau Trudy Ferrari-Dokumente auf zwei CD-Roms kopieren ließ.

          3. Juli: Ferrari erstattet in Modena Anzeige gegen Coughlan. McLaren-Mercedes gibt bekannt: Ein ranghohes Mitglied aus der technischen Crew wurde mittlerweile bis auf Weiteres suspendiert.

          4. Juli: Der Automobil-Weltverband FIA leitet Ermittlungen ein.

          10. Juli: Eine Anhörung vor dem Londoner High Court wird vertagt. Coughlan will sich über Konsequenzen im Falle einer eidesstattlichen Erklärung informieren.

          11. Juli: Coughlan und Ferrari einigen sich außergerichtlich.

          26. Juli: Der Weltrat in Paris spricht McLaren-Mercedes aus Mangel an Beweisen frei, behält sich aber vor, eine neue Entscheidung im Falle neuer Beweise zu treffen.

          31. Juli: FIA-Präsident Max Mosley stimmt auf Drängen des Präsidenten des italienischen Automobilverbandes, Luigi Macaluso, einer Berufungsverhandlung zu.

          1. August: Offener Brief von McLaren-Teamchef Ron Dennis an Macaluso. McLaren wirft Ferrari „eine absolut irreführende Pressekampagne“ vor.

          5. September: Die FIA wandelt die Berufungsverhandlung am 13. September in eine zweite Anhörung um. Grund: Neue Beweise.

          7. September: Die FIA veröffentlicht den Brief, den Mosley an Fernando Alonso, Lewis Hamilton und den Ersatzfahrer Pedro de la Rosa schrieb. Sie sollen Kopien des ihnen möglicherweise zugegangenen geheimen Materials über den neuen Ferrari an die FIA schicken.

          9. September: Die Staatsanwaltschaft in Modena ermittelt auch gegen McLaren-Teamchef Ron Dennis und zwei weitere Mitglieder des Formel-1-Teams. Der Vorwurf: Sportbetrug und die Weitergabe von Betriebsgeheimnissen.

          13. September: Der FIA-Weltrat entscheidet in seiner zweiten Anhörung: Aberkennung aller Punkte in der Konstrukteurs- Weltmeisterschaft 2007 von McLaren-Mercedes und eine Rekord- Geldstrafe in Höhe von 100 Millionen Dollar.

          (Siehe auch: Spionageaffäre: Urteil schockt McLaren-Mercedes)

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