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Lungentransplantation : Brief von Vettel rührt kranken Lauda ganz besonders

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„Der Brief, den mir Sebastian Vettel geschickt hat, hat mir die größte Freude bereitet“: Niki Lauda (rechts, Bild von 2016). Bild: Picture-Alliance

Nach der Lungentransplantation gibt Niki Lauda sein erstes großes Interview. Dabei spricht er über die schwere Zeit nach der Operation, sein Weihnachtsfest und einen besonderen Genesungswunsch.

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          Niki Lauda ist selig – auf Ibiza genießt das Formel-1-Idol nach der Lungentransplantation sein ganz persönliches Weihnachtswunder. „Bis vor zwei Tagen lag ich noch im Krankenhaus“, sagte Lauda: „Dann habe ich die Erlaubnis erhalten, nach Hause zurückzukehren. Ich bin nach Ibiza geflogen, wo ich mit meiner großen, lieben Familie Weihnachten feiern werde.“

          Die letzten Monate waren hart für Lauda, noch härter sogar als die Zeit nach seinem schlimmen Feuer-Unfall auf dem Nürburgring 1976. „Damals lag ich nur einen Monat lang im Krankenhaus – oder ein wenig länger. Ja, ich hatte zwar Brandwunden, doch ich kam schnell davon weg“, sagte Lauda in seinem ersten großen Interview nach der OP der „Gazzetta dello Sport„: „Diesmal war es wirklich lang. Doch ich bin immer noch hier.“ Und Lauda geht es immer besser. Auf Ibiza sind natürlich Ehefrau Birgit und die gemeinsamen Zwillingen Mia und Max bei ihm, außerdem feiern noch die älteren Söhne Lukas und Matthias sowie Freunde mit. „Es ist so wie immer“, sagte Birgit Lauda oe24.at: „Das ist sozusagen unser Weihnachtswunder“.

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          Auf der Mittelmeerinsel arbeitet Lauda auch weiter daran, wieder ganz der Alte zu werden – nächste Saison will der Aufsichtsratschef des Mercedes-Teams wieder zu den Rennen reisen. „Ich muss mich täglich sechs Stunden am Tag einer Rehabilitation unterziehen. Zwei Rehabilitationsexperten lassen mich keinen Augenblick allein“, sagte der 69-Jährige: „Die Luft ist sauber und das Klima ist nicht so unfreundlich wie in Österreich. Man hat mir gesagt, dass ich in einem Monat wieder vollkommen fit sein werde und ich wieder neu starten kann. Ich will zurück zu meinem Alltag, ich werde die Rennen wie bisher verfolgen.“

          Um sein Leben habe der Österreicher nie gebangt. „Ich muss ehrlich sein: Nein, ich habe nie Angst gehabt. Denn ich war in den Händen von Fachleuten“, sagte Lauda, der am 2. August eine neue Lunge bekam – seine eigene war nach dem Nürburgring-Unfall schwer geschädigt. „Ich wusste, dass es hart sein würde, sehr hart“, sagte er: „In solchen Situationen kann man nur eins tun: kämpfen. Ich habe es jeden Augenblick getan und tue es noch.“

          Während seiner schwierigen Zeit im Krankenhaus hat sich Lauda besonders über die Genesungswünsche von Ferrari-Pilot Sebastian Vettel gefreut. „Der Brief, den mir Sebastian Vettel geschickt hat“, sagte der frühere Weltmeister, habe ihm mit „die größte Freude bereitet“. Der Heppenheimer habe „einen handgeschriebenen Brief voller netter Worte gesendet. Ich hatte nicht damit gerechnet“, sagte Lauda: „Piloten tun so etwas normalerweise nicht. Sie fahren – und Schluss.“ Vettel habe in dieser Saison „schwierige Momente erlebt“, sagte Lauda, „doch es wäre absurd, ihn als Pilot infrage zu stellen.“ Der 31-Jährige werde nach der WM-Pleite „stark wie immer zurückkehren“ und auch 2019 der große Rivale von Weltmeister Lewis Hamilton. Die Formel 1 lässt Lauda eben auch an Weihnachten nicht los.

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