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Wittershagens Wochenschau : Ein Schnäppchen von Schumacher

So sah der Benetton von Michael Schumacher im Jahr 1991 aus. Bild: Picture-Alliance

Das Auto, mit dem Michael Schumacher 1991 seine ersten Punkte in der Formel 1 holte, wird versteigert. Und nun wird klar, dass der Fußball-Kommerz doch seine Grenzen hat.

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          Chapeau: In Erinnerungen schwelgen. Manchmal hilft das – auch, um die Gegenwart zu ertragen. Der Benetton-Ford B 191 aus dem Jahr 1991 ist so ein Erinnerungsstück. Michael Schumacher war 22 Jahre alt, als er 1991 in Monza in diesen gelb-blau-grünen Rennwagen stieg, Fünfter wurde und somit die ersten WM-Punkte seiner Karriere in der Formel 1 gewann. Der Rest ist Geschichte, und zwar mehr als nur Motorsportgeschichte. Der Benetton wird an diesem Sonntag versteigert, das Auktionshaus Bonhams ruft dafür als Preis zwischen 750.000 und 900.000 Euro auf.

          Chapeau – wir ziehen den Hut!
          Chapeau – wir ziehen den Hut! : Bild: F.A.Z.

          Der Rennwagen mit der Fahrwerksnummer B-191-02 ist einer der letzten mit einem manuellen Getriebe, er wiegt nur etwas mehr als 500 Kilogramm und wird von einem 3,5-Liter-Motor von Cosworth-Ford mit acht Zylindern beschleunigt. Der angesetzte Preis könnte sich sogar als Schnäppchen erweisen. Erst im vergangenen Jahr wurde ein anderer Benetton aus dieser Generation mit der Chassisnummer B-191B-06 für mehr als eine Million Euro verkauft. Auch, weil der Name Schumacher damit verbunden bleibt.

          Attaque: Es gab nicht viel Grund zum Jubeln in und um Gelsenkirchen in den vergangenen Monaten. Bundesliga-Mittelmaß – schon wieder. Immerhin hat Schalke 04 in dieser Woche für ein Novum gesorgt: Die „Knappen“ haben das kleine Stück Stoff auf den Ärmeln der Trikots als erster deutscher Klub an ein Unternehmen verkauft. Etwas mehr als zwanzig Millionen Euro sollen so in die Kasse kommen. Aber das ist noch nicht alles: Mit dem Ärmel ihrer Schalke-Trikots sollen die Fans künftig in der Arena sogar bezahlen können.

          Attaque – hier wird angegriffen!
          Attaque – hier wird angegriffen! : Bild: F.A.Z.

          Denn die Online-Firma „AllyouneedFresh“ druckt nicht nur ihr Logo darauf, sie integriert auch gleich noch einen Bezahlchip. Prima Idee. Braucht niemand mehr zu fürchten, dass ihm auf der Stehtribüne das Portemonnaie verbrennt, wenn hinter einem mal wieder einer mit Pyros rumfackelt. Nur einen Haken hat die Sache. Mit dem bargeldlosen Bezahlen funktioniert das gerade nicht so gut in einigen Stadien, nachdem ein Betreiber der „JustPay“-Karten Insolvenz anmelden musste. Der Fußball-Kommerz kennt also doch noch Grenzen.

          Michael Wittershagen
          Zuständig für den Sport in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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