https://www.faz.net/-gtl-9ciau

Formel 1 : Auch Bottas verlängert bei Mercedes

  • Aktualisiert am

Nach Lewis Hamilton (links) verlängert nun auch Valtteri Bottas (rechts) seinen Vertrag bei Mercedes. Bild: AFP

Die Silberpfeile haben ihre Cockpits für die nächste Saison komplett: Nachdem Lewis Hamilton seinen Vertrag mit Mercedes verlängert hat, folgt nun auch Teamkollege Valtteri Bottas. Der Finne zeigt sich selbstbewusst.

          Toto Wolff hat die Bitte von Red-Bull-Teamchef Christian Horner dann doch noch erhört. Der Mercedes-Motorsportchef solle endlich den Vertrag mit Lewis Hamilton verlängern, dann könnten auch die anderen Teams ihre Zukunft planen, hatte der Brite im Juni fast schon gefleht.

          Beim Mercedes-Heimspiel in Hockenheim machte Wolff nun Nägel mit Köpfen. Am Donnerstag wurde die lang erwartete Vertragsverlängerung von Weltmeister Hamilton bis einschließlich 2020 bekannt gegeben, am Freitagmorgen band Mercedes auch seinen zweiten Piloten Valtteri Bottas (Finnland) bis mindestens einschließlich 2019 an sich. Horner und die weiteren Rennstallchefs in der Formel 1 können ihre Personalplanung nun forcieren – vier der sechs Top-Cockpits für die kommende Saison sind allerdings bereits fix vergeben.

          Neben Hamilton sind auch WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel bei Ferrari und der Niederländer Max Verstappen bei Red Bull noch zweieinhalb Jahre unter Vertrag. Bottas erhielt nach konstant starken Vorstellungen für 2019 das Vertrauen, Mercedes besitzt zudem eine Vertragsoption für die Saison 2020. „Valtteris Leistungen in dieser Saison waren exzellent. Die Chemie zwischen ihm, dem Team und Lewis ist großartig, ohne jede Politik. Das sind die Zutaten, die man braucht, wenn man in beiden Weltmeisterschaften gegen starke Rivalen kämpft“, sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff über den dreimaligen Grand-Prix-Sieger.

          Was machen die anderen Teams?

          Nach Abschluss dieser Personalie gehen für den Australier Daniel Ricciardo die Optionen aus, ein gut dotierter Verbleib bei Red Bull wird immer wahrscheinlicher. Bei Ferrari ist der siebenmalige Grand-Prix-Sieger Ricciardo jedenfalls kaum vorstellbar. Teamleader Vettel dürfte im Ernstfall sein Veto einlegen, immerhin musste sich der viermalige Weltmeister 2014 bei Red Bull dem Australier im Stallduell klar geschlagen geben.

          Auf das Cockpit an der Seite des Heppenheimers, der vor seinem Heimrennen (15.10 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Formel 1 und bei RTL) die WM anführt, dürfen wohl nur der bisherige Fahrer Kimi Räikkönen (38) und Ferrari-Junior Charles Leclerc hoffen. Der ehemalige Weltmeister Räikkönen hat längst nicht mehr den Punch vergangener Tage, sein letzter Sieg liegt über fünf Jahre zurück. Der Finne zeigt aber konstante Leistungen, ist eine verlässliche Nummer zwei. Und: Er versteht sich bestens mit Vettel. Der machte sich am Donnerstag abermals für den „Iceman“ stark: „Ich kenne Kimi sehr gut, wir haben den gleichen Ansatz. Ich würde gern in dieser Konstellation weitermachen.“

          Allerdings offenbarte Vettel auch immer wieder Sympathien für den 21 Jahre alten Leclerc, der beim kleinen Sauber-Team eine beeindruckende Rookie-Saison fährt. Räikkönen ahnt, dass es eng für ihn werden könnte: „Das Team kennt natürlich meine Seite der Geschichte, aber es ist ihre Entscheidung. Ich würde auch gerne wissen, was mit mir passiert – auch für meine Familie.“

          Im Schatten der Top-Teams bahnen sich allenfalls kleine Veränderungen an. Der Emmericher Nico Hülkenberg wird als stallinterne Nummer eins in sein letztes Vertragsjahr bei Renault gehen. Bei Force India muss Sergio Perez um sein Cockpit bangen, angeblich schielt der Kanadier Lance Stroll (derzeit Williams) auch aufgrund der Millionen seines Vaters auf den Platz des Mexikaners.

          Gefährdet sind der chronische Pechvogel Brendon Hartley (Neuseeland/Toro Rosso) und der Franzose Romain Grosjean (Haas), der in dieser Saison zum Crashpiloten mutierte. Und wie so oft steht und fällt bei McLaren alles mit der Frage, ob der ehemalige Weltmeister Fernando Alonso (Spanien) noch Lust auf die Formel 1 hat.

          Weitere Themen

          Noch ein Coup von Buchmann

          Tour de France : Noch ein Coup von Buchmann

          Platz vier am Tourmalet, abermals stark bei einer weiteren Kletterei in den Pyrenäen: Emanuel Buchmann nimmt bei der Tour de France Kurs auf eine absolute Top-Platzierung. Den Etappensieg sichert sich ein Brite.

          Große Aufregung bei der Schwimm-WM

          Protest von unten : Große Aufregung bei der Schwimm-WM

          Der vom Weltverband protegierte Chinese Sun Yang wird wieder Weltmeister. Doch der starke, stumme Protest des Australiers Horton spricht Bände über die Lage im Schwimmen. Er wird in die Geschichte eingehen.

          Topmeldungen

          Großbritannien und Iran : Zwei Tanker und eine Retourkutsche

          Kritiker werfen der Regierung in London vor, sie sei vom Machtkampf um die Nachfolge Mays abgelenkt. Tut sie zu wenig für die Sicherheit der britischen Schiffe im Persischen Golf?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.