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Formel 1 : Schumacher auf Pole-Position

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Gute Laune: Michael Schumacher und Rubens Barrichello Bild: AP

Besser hätte für Ferrari die Qualifikation für den Großen Preis von San Marino nicht verlaufen können: Michael Schumacher und Rubens Barrichello stehen gemeinsam in der ersten Startreihe.

          Michael Schumacher vor Rubens Barrichello: 80.000 begeisterte Ferraristi feierten bei der sonnigen Qualifikation für den Großen Preis von San Marino ein rotes Fest. In letzter Sekunde entriss der Weltmeister seinem brasilianischen Teamkollegen mit dem winzigen Vorsprung von 64 Tausendstelsekunden die Bestzeit und sicherte sich so die 45. Pole Position seiner Karriere und die zweite in dieser Saison nach Malaysia.

          Auch Wetter spricht für Schumacher

          Das Wetter spricht zudem für von „Regenkönig“ Schumacher: Für das Rennen am Sonntag (14 Uhr MEZ/live in Premiere und RTL) werden beim Ferrari-Heimspiel in Imola teils gewittrige Schauer erwartet. Gut für „Schumi“, schlecht für den im Training drittplatzierten Vorjahressieger Ralf Schumacher im Williams-BMW.

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          „Mein Teamkollege hat mir das Leben ziemlich schwer gemacht. Eigentlich wollte ich gar nicht nochmal rausfahren, aber dann haben mich die anderen dazu gezwungen. Da habe ich halt das Beste draus gemacht“, sagte Schumacher und grinste dazu wie ein Lausbub nach einem geglückten Streich.

          Tifosi glücklich machen

          In der letzten Runde drehte er einen Rückstand von 57 Tausendstel auf Barrichello noch in die Bestzeit von 1:21,091 Minuten um. Fröhlich winkend ließ sich der Deutsche anschließend von seinen fanatisch-fahnenschwenkenden Anhängern auf einer vorgezogenen Ehrenrunde feiern: „Ich glaube, das war heute schon eine kleine Entschädigung für unser Versagen letztes Jahr. Ich hoffe, ich kann die Tifosi auch im Rennen glücklich machen.“

          Alles spricht am Sonntag für Schumachers 56. Grand-Prix-Sieg, nachdem der Kerpener 2001 zum Entsetzen seiner Anhänger vorzeitig ausgeschieden war. Bruder Ralf war als Dritter der Qualifikation in 1:21,473 fast eine halbe Sekunde langsamer und führt die weiß-blaue zweite Startreihe vor seinem kolumbianischen Teamkollegen Juan Montoya (1:21,605) an.

          McLaren-Mercedes nur dritte Wahl

          Dahinter bleibt McLaren-Mercedes mit dem Finnen Kimi Räikkönen (1:22,104) und dem Schotten David Coulthard (1:22,490) nur „dritte Wahl“. Nick Heidfeld kam im Sauber auf einen starken siebten Rang (1:22,767), Heinz-Harald Frentzen (beide Mönchengladbach) fuhr als 13. (1:23,862) im Rahmen seiner Möglichkeiten.

          Michael Schumacher kann sich vor 120.000 Fans am Sonntag wohl nur selbst schlagen, auch wenn das sein Bruder anders sieht. „Ich bin zufrieden. Im Vorjahr war ich auch Dritter in der Qualifikation und habe dann meinen ersten Grand-Prix-Sieg gefeiert. Ich denke, das ist mit kleiner Hilfe der Ferrari und bei Sonnenschein auch diesmal möglich“, meinte „Schumi II“.

          Ralf Schumachers Irrtum

          Wenn Ralf Schumacher sich da nicht täuscht: Der Wetterbericht des „Centro Meteo-Climatologico“ verheißt für die Rennzeit eine Regenwahrscheinlichkeit von 70 Prozent mit Niederschlagsmengen bis zu vier Millimeter: „Es kann Regenschauer und leichte Gewitter geben.“ Beim verregneten freien Training am Freitag waren die weiß-blauen Kraftpakete auf Michelinreifen mehr als zweieinhalb Sekunden hinter dem überragenden Michael Schumacher auf seinen Bridgestone-Gummis hergefahren.

          Der viermalige Weltmeister wird am Sonntag mit seinem 97. Einsatz zum Rekordfahrer für Ferrari - und das Wetter ist ihm egal: „Ich denke, dass wir für alle Bedingungen eine gute Lösung haben. Bridgestone hat tolle Reifen mitgebracht, und der neue F2002 läuft blendend, auch bei Regen.“

          Das kann man von den „Silberpfeilen“ nicht sagen. „Eine Sekunde Rückstand auf Ferrari und sechs Zehntel auf die mit gleichen Reifen fahrenden BMW sind enttäuschend“, meinte Mercedes-Sportchef Norbert Haug. In der WM-Gesamtwertung spielen die Stuttgarter ohnehin keine Rolle: Da führt vor dem vierten von 17 WM-Läufen Michael Schumacher mit 24 Punkten vor seinem Bruder Ralf (16) und Montoya (14).

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