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Formel 1 : Pause beendet: Schumacher startet mit Bestzeit

  • Aktualisiert am

Schnell wie eh und je: Weltmeister Schumacher Bild: REUTERS

Bei seinen ersten Testfahrten für die nächste Saison präsentierte sich Weltmeister Michael Schumacher im Ferrari wie gewohnt: schneller als alle anderen. Knapper Kommentar: „Es ging gut los.“

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          Mit Bestzeit ist Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher am Donnerstag in sein Rennjahr gestartet. Gut drei Monate nach dem letztjährigen Saisonfinale kehrte der sechsmalige Champion auf dem Grand-Prix-Kurs bei Barcelona nach dem Urlaub in sein Dienstfahrzeug zurück. Mit seiner Rundenzeit von 1:15,5 Minuten war er am Vormittag auf Anhieb schneller als die Konkurrenten in den Tagen zuvor auf dem „Circuit de Catalunya“. Auch Nick Heidfeld, der noch um seinen Arbeitsplatz für die neue Saison bangen muß, absolvierte erstmals seit Dezember wieder Testfahrten im Jordan.

          „Ich muß sagen, es ging gut los. Die Jungs wiederzusehen, war klasse, und die gute Atmosphäre in der Garage war sofort zu spüren“, sagte Schumacher über seinen ersten Einsatz im Ferrari im neuen Jahr. Er hatte die Rückkehr ins Auto beinahe nicht mehr erwarten können. „Wie schön, wieder im Auto zu sitzen. Das hat mir langsam echt gefehlt, ich wurde fast ein bißchen unruhig“, berichtete der 35jährige. „Aber dann kommt man hierher, steigt ins Auto, und alles ist einfach vertraut und gut.“

          Nick Heidfeld muß weiter warten

          Gut sechs Wochen vor dem Saisonstart am 7. März in Melbourne fuhr Schumacher jedoch noch im Vorjahres-Ferrari; Reifentests standen auf dem Programm. Das neue Auto wird am Montag in Maranello präsentiert. Dennoch zeigte sich der Weltmeister optimistisch und gut gelaunt. „Wir sind mit unserer Arbeit voll im Plan, alles läuft genau wie gewünscht. Insofern macht sich keiner bei uns unnötig einen Kopf.“

          Nach seinem Urlaub, der durch PR-Termine unterbrochen war, saß der Kerpener um neun Uhr morgens erstmals seit den „Ferrari-Days“ im Oktober vergangenen Jahres wieder im Renn-Auto. Er war am Vorabend aus Paris nach Barcelona gereist. In der französischen Hauptstadt hatte er an der Gründungs-Pressekonferenz eines Instituts für Neurologie teilgenommen, das französische Wissenschaftler und Mediziner bis zum Jahr 2008 errichten wollen. „Mir geht es gut im Leben, meine Familie ist gesund, darum möchte ich etwas für kranke Menschen tun“, sagte er.

          Unterdessen fuhr der Mönchengladbacher Nick Heidfeld erstmals seit Wochen für das Jordan-Team, mit dem er zwar einen Vertrag geschlossen, aber noch keine Gewißheit auf ein Grand-Prix-Cockpit hat. „Wir arbeiten daran“, sagte Heidfelds Manager Werner Heinz. Jedoch hänge alles davon ab, wie Eddie Jordan die Finanzierung für sein Team in der kommenden Saison sichern könne. Einen Zeitpunkt, bis zu dem eine Entscheidung fällt, könne man derzeit nicht nennen, sagte Jordan-Sprecherin Helen Temple.
          Heidfeld teilte sich das Jordan-Cockpit mit einem Landsmann. Der 21 Jahre alte Neuling Timo Glock erhielt abermals die Chance zu Testrunden. „Timo Glock ist wahrscheinlich im Moment das vielversprechendste Talent in Deutschland. Und ich freue mich, daß wir ihm seinen ersten Formel-1-Test anbieten können“, sagte Eddie Jordan.

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