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Formel 1 : Niki Lauda zurück im Formel-1-Geschäft

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Zurück in der Formel 1: Niki Lauda Bild:

Der dreimalige Weltmeister Niki Lauda hat nach Jahren in der Beobachter-Rolle einen neuen Spitzen-Posten in der Formel 1.

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          Fast 16 Jahre nach seinem letzten Rennen kehrt Niki Lauda, der Österreicher mit der markanten roten Kappe, in einer leitenden Funktion bei Jaguar in die Königsklasse zurück.

          Zuletzt war der einstige Ferrari-Star maßgeblich an Michael Schumachers Wechsel zu dem italienischen Traditionsteam 1996 beteiligt gewesen. Trotz des neuen Jobs soll der dreimalige Champion weiter für den Fernseh-Sender RTL aktiv bleiben. „Wir wussten von den Gesprächen bereits seit einigen Wochen und sind deshalb von der Entwicklung nicht überrascht“, sagte RTL-Chefredakteur Hans Mahr. „Dennoch können sich die Formel-1-Fans darauf verlassen, dass Niki Lauda auch in Zukunft in gewohnter Form die Rennen bei RTL analysieren wird.“

          Formel 1 statt Fluggeschäft

          Nach seinem „Aus“ als Fluglinienbesitzer hat Lauda nun wieder Zeit für eine verantwortliche Position in der Formel 1. „Es ist fürchterlich, mit ansehen zu müssen, wie ein Unternehmen, das du 21 Jahre lang aufgebaut hast, plötzlich vom Hauptaktionär geschluckt wird. Als anständiger Mensch mit Rückgrat musste ich die Konsequenzen ziehen und gehen“, sagte Lauda. Obwohl er noch kürzlich erklärt hatte, dass bis Ende Februar das Fluggeschäft Priorität habe, entschied er sich jetzt doch für den Wechsel in die Formel 1.

          Erstmals seit seinem Karriere-Ende als Rennfahrer 1985 hat der einstige Ferrari- Star nun einen hauptamtlichen Job in der „Königsklasse“ des Motorsports. Der Wiener hatte vor einigen Wochen Kontakte zu Jaguar-Chef Wolfgang Reitzle bestätigt.

          In Verbindung mit Mercedes

          Der populäre Ex-Weltmeister war in den letzten Jahren vor allem als Experte für den Fernseh-Sender RTL in der Formel 1 engagiert. Nach seinem Rücktritt bei Lauda-Air im vergangenen Jahr häuften sich die Spekulationen, der Geschäftsmann werde wieder maßgeblich im Management eines Rennstalls mitmischen. Lauda war unter anderem mit Mercedes in Verbindung, aber auch als möglicher Nachfolger von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone ins Gespräch gebracht worden.

          Jaguar-Chef Reitzle und Lauda kennen sich seit langem. Die genaue Position Laudas bei Jaguar ist noch nicht bekannt. Angeblich soll er „Verbindungsmann“ zwischen Reitzle und Teamchef Bobby Rahal sein. Lauda - seit seinem Feuerunfall 1976 auf dem Nürburgring von schweren Verbrennungen gezeichnet - holte 1975 und 1977 mit Ferrari und 1984 mit McLaren den WM-Titel. Nach seinem Karriere-Ende 1985 widmete er sich vor allem dem Aufbau seiner eigenen Fluglinie. Zu Beginn der 90er Jahre mischte der Österreicher an der Seite von Präsident Luca di Montezemolo als Berater im Management von Ferrari mit.

          Jaguar braucht ordnende Hand

          Nach Schumachers Wechsel zu den Italienern und den anfänglich häufigen Pannen bei der Scuderia machte sich Lauda mit seinen unverblümten öffentlichen Kommentaren unbeliebt und musste gehen. Jaguar kann eine ordnende Hand gut gebrauchen. Die mit viel Vorschuss-Lorbeer und enormem finanziellen Aufwand im Vorjahr in die Formel 1 eingestiegene Marke hat nur vier WM-Punkte eingefahren. Wie 2000 fährt Michael Schumachers nordirischer Ex-Kollege Eddie Irvine auch in der am 4. März in Melbourne beginnenden Saison für Jaguar. Das zweite Cockpit erhielt Neuling Luciano Burti (Brasilien).

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