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Formel 1 - Monaco : Trulli siegt - Michael Schumacher ausgeschieden

  • Aktualisiert am

Erster Sieg, erster Pokal: Jarno Trulli Bild: AP

Premiere in der Formel 1: Zum ersten Mal in dieser Saison heißt der Sieger nicht Michael Schumacher. Jarno Trulli gewinnt im Renault den Großen Preis von Monaco. Der Weltmeister scheidet aus.

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          Michael Schumachers Traum vom sechsten Saisonsieg nacheinander ist nach einem Crash mit seinem alten Widersacher Juan Pablo Montoya jäh geplatzt.

          Der sechsmalige Formel-1-Weltmeister kollidierte in der 46. Runde des von vielen Unfällen geprägten Großen Preises von Monaco im Tunnel mit dem Kolumbianer, wobei sein Ferrari stark beschädigt wurde. Allerdings traf Williams-BMW-Pilot Montoya dieses Mal keine Schuld. So sehr sich Schumacher über den dadurch verpaßten Start- und Monaco-Siegesrekord ärgerte, so sehr jubelte der Italiener Jarno Trulli am Sonntag in Monte Carlo über den ersten Triumph seiner Formel-1-Karriere.

          „Das ist unglaublich. Ich kann es noch immer gar nicht richtig fassen. Ich bin überglücklich, denn auf diesen Tag habe ich so lange gewartet“, sagte ein von seinen Gefühlen überwältigter Trulli, der selbstbewußt hinzufügte: „Selbst als Michael Schumacher noch dabei war, hatte ich alles im Griff. Ich habe nie daran gezweifelt, daß ich hier und heute gewinne. Irgendwie wußte ich: Das wird mein Tag.“

          Vom Start weg vorn in Monaco: Jarno Trulli
          Vom Start weg vorn in Monaco: Jarno Trulli : Bild: REUTERS

          Erster Ausfall seit 18 Rennen

          Der Renault-Fahrer gewann den Grand-Prix-Klassiker an der Côte d'Azur in 1:45:46,601 Stunden mit 0,4 Sekunden Vorsprung vor Jenson Button im BAR-Honda. Wegen eines Motorschadens am Toyota von Olivier Panis beim Start mußte der sechste Saisonlauf um eine auf 77 Runden (insgesamt 257,180 Kilometer) verkürzt werden. Rubens Barrichello belegte an seinem 32. Geburtstag im zweiten Ferrari den dritten Platz und tröstete damit die Scuderia etwas über Schumachers ersten Ausfall seit 18 Rennen. Letztmals war der Kerpener am 6. April 2003 beim Regenchaos in Brasilien wegen eines Fahrfehlers nicht ins Ziel gekommen.

          Trotz dieses Ausfalls auf dem Stadtkurs führt Schumacher die WM-Wertung dank seiner fünf Auftaktsiege weiterhin souverän mit 50 Punkten an. Barrichello bleibt mit nunmehr 38 Zählern Zweiter vor Button (32) und Trulli (31). Der Italiener feierte im Fürstentum nicht nur seinen ersten Sieg im 119. Anlauf, sondern beendete zugleich die Ferrari-Erfolgsserie. Schumacher (7) und Barrichello (1) hatten die zurückliegenden 8 WM-Läufe gewonnen. Vor Trulli war dessen Teamkollege Fernando Alonso der letzte Nicht-Ferrari-Fahrer, der einen Grand Prix für sich entschieden hatte.

          Achtungserfolg für Nick Heidfeld

          Ralf Schumacher ging gleich doppelt gehandicapt in den Glamour- Grand-Prix: Zur Strafversetzung um zehn Startplätze nach hinten auf Rang zwölf wegen eines Motorwechsel kam noch eine schwere Erkältung. Der Wiliams-BMW-Pilot schlug sich zwar wacker, konnte aber nie in die Entscheidung um die Podiumsplätze eingreifen. Schließlich mußte er in der 70. Runde seinen Wagen abstellen, wurde aber noch als Zehnter und Letzter gewertet. Nick Heidfeld (Mönchengladbach) belegte im Jordan-Ford den siebten Rang und feierte damit nach bislang großen Enttäuschungen einen Achtungserfolg.

          Für McLaren-Mercedes endete der Klassiker mit einer abermaligen Pleite. David Coulthard schied nach einem unverschuldeten Unfall früh aus. Für Vize-Weltmeister Kimi Räikkönen bedeutete ein technischer Defekt in der 29. Runde das Aus. „Ein schlechtes Ergebnis für dieses Monaco-Wochenende, das besser begann als die Rennen zuvor“, sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.

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