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Formel 1 : Michael Schumacher: Mit Tatendrang ins Titelrennen

  • Aktualisiert am

Braun gebrannt und topfit: Michael Schumacher Bild: dpa

Drei Monate abseits von Motoren und Medien waren für Michael Schumacher genug, um Kraft zu tanken für die neue Formel-1-Saison.

          2 Min.

          Michael Schumacher tippt auf einen „Bruderkampf“ im Titelrennen. „Mein Bruder Ralf und dessen Teamkollege Juan Pablo Montoya werden den stärksten Druck auf mich ausüben“, nannte der viermalige Formel-1-Weltmeister in Madonna di Campiglio die beiden Williams-BMW-Piloten als seine schärfsten Konkurrenten.

          David Coulthard, die neue Nummer eins der Silberpfeile, und seinen eigenen Teamkollegen Rubens Barrichello hat der haushohe WM-Favorit dagegen kaum auf der Rechnung.

          Batterien sind wieder voll

          Braun gebrannt, topfit und bei bester Laune präsentierte sich Schumacher bei der traditionellen Ferrari-Skiwoche in den italienischen Dolomiten erstmals nach drei Monaten den Medien. Nach ausgedehntem Familienurlaub auf Mauritius und in seiner Villa im norwegischen Trysil sei er wieder „richtig heiß aufs Fahren. Vier Räder um mich herum, das ist mein Leben, das liebe ich“, sagte der 33 Jahre alte Rheinländer.

          Er kann den ersten echten Härtetest am Samstag in Valencia und den Grand-Prix-Start am 3. März in Melbourne kaum noch erwarten: „Während der langen Pause habe ich die Batterien für eine neue, hoffnungsvolle Saison wieder aufgeladen.“

          Fettpölsterchen schnell wegtrainiert

          In der ersten Woche auf Mauritius habe er sein Programm etwas schleifen lassen. „Da habe ich weniger Sport getrieben, gut gegessen und bald erste Pölsterchen gesehen, wo keine hin gehören. Ich bin sofort mit Corinna ins Fitness-Studio und habe viel Fußball gespielt“, erzählte Schumacher schmunzelnd.

          Nachdem er es in diesem Winter in Norwegen erstmals mit dem Langlauf versucht hatte, frönte er im Skiparadies Madonna di Campiglio wieder seiner Leidenschaft Abfahrt. Auf den mit Kunstschnee gut präparierten Pisten in der ansonsten tristen, aber dennoch beeindruckenden Brenta-Bergwelt bretterte der Hobby-Skifahrer mit Höllentempo die Pisten hinunter. Abends arbeitete er auf der Tanzdiele weiter an seiner Fitness.

          Jagd auf den Fabelrekord

          Derartig gut vorbereitet und mit „der Traumkonstellation Ferrari“ im Rücken kann Schumacher voller Tatendrang den Angriff auf Juan Manuel Fangios Fabelrekord von fünf Formel-1-Titeln starten.

          „Ich bin kein Freund der Vergangenheit und der Statistik“, wies er zum wiederholten Mal auf sein Desinteresse an Rekordlisten hin. „Was damals geleistet wurde, hatte eine ganz andere Qualität als heute und ist zum Teil sogar höher einzuschätzen.“

          Neue Hackordnung bei Verfolgern

          Schumacher konzentriert sich lieber auf die Konkurrenz. Hier hat sich für ihn die Hackordnung bei den Ferrari-Verfolgern verschoben. „Williams-BMW wird die Hauptkraft“, prognostizierte er den „Silbernen“ eine blau-weiße Wachablösung. McLaren-Mercedes fehle nach dem Wechsel zu Michelin im Reifenbereich die Erfahrung. „Das ist ein Unsicherheitsfaktor.“

          Zudem ließ der 53-malige Grand-Prix-Sieger deutlich anklingen, dass das britisch-schwäbische Team durch Mika Häkkinens Auszeit auf der Fahrerseite geschwächt sei. „David ist auch ein Konkurrent“, ließ er sich schließlich abringen.

          Spannend sei, wie sich Häkkinen-Nachfolger Kimi Räikkönen entwickle. Seinem Teamkollegen traut Schumacher den Titel kaum zu. Kein Wunder, schließlich deklassierte er den Brasilianer im Vorjahr im Training und Rennen nach Belieben. Barrichellos Beschwerde, nicht genügend Aufmerksamkeit zu genießen, wies er zurück: „Das Team unterstützt Rubinho so sehr wie mich.“

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