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Formel 1 : Lauda: „Dennis ist link, Newey ein Weichei“

  • Aktualisiert am

Zwischen den Stühlen: Adrian Newey Bild: AP

Der Streit um Adrian Newey eskaliert. Erst unterschrieb der Starkonstrukteur der Formel 1 bei Jaguar, dann verlängerte er doch bei McLaren-Mercedes. Dagegen will Jaguar nun klagen.

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          Jaguar-Rennchef Niki Lauda hat im Streit um Stardesigner Adrian Newey seine Angriffe gegen das Konkurrenzteam McLaren verschärft. „Das ist link, typisch Ron“, attackierte der Österreicher McLaren-Teamchef Ron Dennis.

          Lauda hatte mit dem als „Superhirn“ der Formel 1 geltenden Newey einen Dreijahresvertrag nach Ablauf seines derzeitigen Arbeitsverhältnisse 2002 vereinbart. Geschätzte 50 Millionen Mark soll Jaguar dem 42-Jährigen dafür geboten haben. Der Konstrukteur hatte danach jedoch bei McLaren um drei Jahre bis 2005 verlängert.

          „Wir werden durch die Instanzen gehen“

          Dennis habe mit Newey schnell einen neuen Vertrag abgeschlossen, so Lauda, obwohl er genau gewusst habe, dass der Konstrukteur bereits bei Jaguar unterschrieben habe. Lauda sagte, dass sein Team rechtliche Schritte einleiten und „voll auf Schadenersatz klagen“ werde.

          Der dreifache Ex-Weltmeister meinte, er freue sich auf den Rechtsstreit, bei dem es „um Hunderte von Millionen Dollar“ gehe: „Jetzt haben die Juristen das Wort. Wir werden dafür sorgen, dass Newey im nächsten Jahr nicht für McLaren-Mercedes arbeitet.

          Auch Jaguar-Teamchef Bobby Rahal, der als enger Freund Neweys den vermeintlichen Wechsel eingefädelt hatte, kündigte an: „Wir werden auf jeden Fall durch die Instanzen des englischen Rechtssystems gehen. Ich habe mit Adrian sechs Monate lang verhandelt. Es ist Vertragsbruch, wir werden unsere Rechte verteidigen.“

          Haug hält sich zurück

          Lauda bezeichnete Newey als „Weichei“. Die schriftliche Entschuldigung des 42-jährigen Engländers für die Probleme, die er Jaguar bereitet habe, könne man so nicht stehen lassen. Newey habe sich vergangenen Dienstag bei ihm telefonisch „tausend Mal bedankt“. Er habe gesagt, er sei glücklich, bald bei Jaguar arbeiten zu dürfen und davon überzeugt, dass dies die richtige Entscheidung sei.

          Laut Lauda habe Dennis danach jedoch Newey „in die Mangel genommen“ und ihm die Angst vor einem Rechtsstreit genommen: „Ich zahle alles, aber jetzt unterschreibe für uns den neuen Vertrag.“ Für Niki Lauda eine „unglaubliche Schweinerei“ des Teams mit der stets olympisch-fairen Attitüde.

          Norbert Haug reagierte zurückhaltend auf die Attacken. „Was Lauda sagt, möchte ich derzeit nicht kommentieren“, sagte der Mercedes-Motorsportchef. „Wir haben die Versicherung, dass Adrian Newey um weitere drei Jahre bei uns verlängert hat und dass er den Vertrag unterzeichnet hat.“

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