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Formel 1 : Gute Aussichten für das „Heimspiel“ am Nürburgring

  • Aktualisiert am

Selbstbewusst: Ralf und Michael Schuhmacher Bild: dpa/dpaweb

Den Patienten Heinz-Harald Frentzen und Nick Heidfeld geht es besser, Ralf Schumacher zeigt sich selbstbewusst.

          2 Min.

          Dem Einsatz von Frentzen und Heidfeld beim „Heimspiel“ am 24. Juni auf dem Nürburgring steht wohl nichts mehr im Weg.

          Heidfeld klagt laut Manager Werner Heinz noch über leichte Kopfschmerzen. „Er braucht jetzt Ruhe. Im Moment ist der Start nicht gefährdet“, sagte Heinz und dementierte damit entsprechende Meldungen.

          Noch ein Deutscher mehr?

          „Quick Nick“ war in Montreal in eine Kollision mit Jaguar-Pilot Eddie Irvine (Nordirland) verwickelt, der ebenfalls mit Spätfolgen zu kämpfen hat (Nackenschmerzen).

          An die Mauer: Nick Heidfeld in Montreal

          Sollte Irvine nicht starten, könnte vermutlich Andre Lotterer (Bitburg) zu einem Einsatz kommen. Der Deutsche ist bei Jaguar als Testfahrer engagiert, doch sein Betreuer Heinz schätzt die Situation jedoch realistisch ein: „Die Chance, dass Andre auf dem Nürburgring wirklich fährt, steht bei höchstens zehn Prozent.“

          Untersuchungen verliefen positiv

          Auch Frentzen sieht dem „Heimspiel“ optimistisch entgegen. „Die ärztlichen Untersuchungen verliefen alle positiv. Ich habe keine Befürchtungen, dass es noch ein negatives Ergebnis gibt“, sagte Frentzens Manager Ortwin Podlech dem sid.

          Vor einer endgültigen Startzusage wollte er jedoch einen letzten medizinischen Check seines Schützlings am Freitagabend abwarten. Frentzen hatte nach einem Trainingsunfall auf einen Start beim Großen Preis von Kanada verzichtet.

          Kopfschmerzen

          Nach seiner vorzeitigen Rückkehr aus Montreal ließ sich der 34-Jährige in einer Klinik in Nizza von einem Spezialisten untersuchen, um die Ursache seiner Sehstörungen und Kopfschmerzen zu finden.

          Geplante Testfahrten in dieser Woche sagte der Jordan-Pilot ab. Bereits nach seinem Unfall beim Großen Preis von Monaco am 27. Mai hatte sich der Mönchengladbacher wegen Kopfschmerzen behandeln lassen .

          Der stärkste Motor

          Über gesundheitliche Beschwerden können sich die Schuhmachers zur Zeit nicht beklagen. Der kleine strotzt vor Selbstbewusstsein, will die Silberpfeile jagen und ist gedanklich sogar schon an ihnen vorbeigezogen. „Zu Ferrari fehlt uns manchmal nichts und manchmal viel. Im nächsten Jahr sind wir Bestandteil bei der WM-Vergabe“, sagte er bei einem PR-Termin.

          Die Gründe liegen für Ralf Schuhmacher auf der Hand: „Wir haben einen guten Motor“ - mit angeblich 850 PS der stärkste der Formel 1 -, „und das Auto hat eine gute Balance“. Gelöst werden müssten nur noch Probleme „bei den Reifen und bei der Aerodynamik“.

          Hohe Meinung

          WM-Spitzenreiter Michael Schumacher hat seinen jüngeren Bruder trotz des deutlichen Vorsprungs in der WM-Wertung von 36 Punkten als Titelrivalen noch nicht abgeschrieben.

          „Obwohl ich gut 30 Punkte mehr habe, kann das immer noch bedeuten, dass er die WM gewinnen kann“, sagte der Ferrari-Pilot nach den Testfahrten. Dennoch geht der 32- Jährige davon aus, dass das Titelrennen zwischen ihm und David Coulthard entschieden wird: „Ich denke, David ist mein Hauptrivale.“

          Von der Realität eingeholt?

          Coulthard sitzt in einem Silberpfeil und die lagen bei den Tests in Silverstone ganz klar vorne. Die Silberpfeile von McLaren-Mercedes haben die Schumacher-Brüder bei den Testfahrten in Silverstone deutlich abgehängt.

          Der österreichische McLaren-Testpilot Alexander Wurz hatte die Bestzeit vor dem Finnen Mika Häkkinen zu Buche stehen. Michael Schumacher hatte gut eine Sekunde Rückstand auf Wurz und fuhr die viertbeste Zeit; sein Ferrari-Teamkollege Rubens Barrichello rangierte noch vor dem Weltmeister.

          Williams-BMW-Pilot Ralf Schumacher, der Sieger beim letzten Grand Prix in Montreal, hatte mit der elftbesten Zeit über eine Sekunde Rückstand auf seinen Bruder.

          Die Karten neu gemischt

          Am Nürburgring hat Ralf Schuhmacher die nächste Möglichkeit, seine Ambitionen zu rechtfertigen. Die Prognose hört sich in jedem Fall realistisch an: Trotz der anhaltend guten Entwicklung und Euphorie erwartet der Kerpener beim „Heimrennen“ am 24. Juni auf dem Nürburgring kein erneutes Bruder-Duell um den Sieg.

          „Es wird nicht nochmal so einen Fight mit Michael geben wie in Kanada. Es motiviert natürlich, mit einem Sieg im Rücken nach Hause zu kommen, aber die Chancen sind geringer als in Montreal. Vielleicht schaffen wir den dritten Platz.“

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