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Formel 1 : Ferrari: Fehler vermeiden, Tifosi versöhnen

  • Aktualisiert am

Michael Schumacher: Schon wieder in Sektlaune? Bild: dpa

Im vergangenen Jahr siegte Ralf Schumacher in Imola. Diesmal will Bruder Michael mit Ferrari beim Heimrennen triumphieren.

          Michael Schumacher erwartet beim Ferrari-Heimspiel in Imola ein neues Duell mit dem härtesten Rivalen.

          „Wir hoffen auf große Unterstützung von den Tifosi bei unserem Heimrennen. Die brauchen wir auch, denn ich erwarte die BMW-Williams sehr stark. Sie sind das konkurrenzfähigste Team“, erklärt der Weltmeister vor dem Großen Preis von San Marino am Sonntag (14 Uhr/RTL und Premiere live). „Aber natürlich hoffen wir, die Fans für das vergangene Jahr entschädigen zu können.“

          Damals war Michael Schumacher in der 26. Runde ausgeschieden, und sein Bruder Ralf hatte zum Entsetzen von 100.000 Ferrari-Fans den ersten Formel-1-Triumph seiner Karriere gefeiert. Vor einem Jahr, so der viermalige Weltmeister, habe Williams einfach eine bessere Vorstellung gezeigt. „Auf der anderen Seite haben wir damals auch Fehler gemacht.“

          Viele Tests für Reifen und Bremsen

          Damit das beim Heimspiel nicht noch einmal passiert, testete der Perfektionist nach seiner Rückkehr aus Brasilien, wo er seinen Bruder knapp auf Platz zwei verwiesen hatte, gleich drei Tage in Fiorano und Mugello. „Wir haben uns beim Testen in der letzten Woche auf Reifen und Bremsen konzentriert, weil wir vor allem in diesen beiden Bereichen im vergangenen Jahr in Imola Probleme hatten. Die Strecke dort beansprucht die Bremsen sehr“, so Schumacher.

          Nach den Probefahrten im neuen F2002 schöpft der Deutsche zu Beginn dieser Woche Kraft bei seiner Familie. Am Mittwoch wird Schumacher möglicherweise noch einmal bei einem Fußballmatch mitkicken, ehe er sich am Donnerstag morgen mal anders betätigt. Gemeinsam mit seinem Teamkollegen Rubens Barrichello eröffnet er den ersten Ferrari-Store in Maranello.

          „Ich glaube nicht, dass es richtig kracht“

          Dort sollen am Ende des Jahres auch die Utensilien nach dem erhofften fünften WM-Titel von Michael Schumacher verkauft werden. Der Rekordjäger glaubt nicht, dass ihm in Imola ein erneuter Crash mit Dauergegner Montoya dazwischenkommt: „Auch wenn alle denken, dass es bald richtig kracht zwischen uns: Ich glaube das nicht. Wir werden eher vernünftiger als heißsporniger.“

          Schumacher und Montoya waren bei den letzten beiden Grand Prix in Malaysia und Brasilien jeweils kollidiert. Der WM-Dritte aus Kolumbien (14 Zähler) hat bereits Revanche angekündigt.

          Ferrari-Heckflügel macht Hoffnung

          Auch der in der WM-Wertung mit 16 Zählern auf Rang zwei hinter Bruder Michael (24 Punkte) liegende Ralf Schumacher plant in Imola die Attacke: „Ich würde mir gern den Sieg holen, den ich in Brasilien so knapp gegen Michael verpasst habe.“

          Das will der ältere Bruder natürlich verhindern. Im direkten Vergleich habe der BMW mehr Topspeed. Der Ferrari mache das aber durch eine besser Aerodynamik wett: „Wir haben die Power kompensiert durch unseren Heckfügel, der eines der stärksten Teile am neuen Ferrari ist.“

          In Brasilien habe er aber nur hauchdünn gewinnen können, weil BMW-Williams seine Möglichkeiten nicht maximiert hätte. Auf die angeblich fehlende Härte von Bruder Ralf baut Michael Schumacher mjedenfalls nicht: „Ein Weichei ist Ralf auf keinen Fall, das ist Unsinn.“

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