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Formel 1 : Ferrari-Dominanz im Regen: Schumacher Schnellster

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Schumacher-Wetter in Imola: Regen, Regen, Regen Bild: AP

Weltmeister Michael Schumacher lag beim ersten Test für den Großen Preis von San Marino am Sonntag vor Teamkollege Barrichello.

          Michael Schumacher hat beim verregneten Auftakt des Ferrari-Heimrennens in Imola die weiß-blaue und silbernfarbene Konkurrenz kräftig nass gemacht. Der viermalige Formel-1-Weltmeister fuhr am Freitag im Freien Training zum Großen Preis von San Marino die Bestzeit.

          Sein brasilianischer Teamkollege Rubens Barrichello rundete auf der regennassen Piste die rote Dominanz als Zweiter ab. „Wenn es bei diesen Bedingungen bleibt, haben wir einen Vorteil“, beurteilte Schumacher seine Chancen für den Europa-Auftakt am Sonntag zuversichtlich, warnte aber: „Wenn es trocken wird, kann das Verhältnis kippen.“

          Schumacher mit dreifachem Dreher

          Dank der großen Überlegenheit der Bridgestone-Reifen distanzierte das Ferrari-Duo die Michelin-Widersacher McLaren-Mercedes und Williams-BMW um mindestens 1,849 Sekunden. „Wir wissen, dass der Bridgestone bei diesem Wetter hervorragend funktioniert und wir einen Vorsprung gegenüber den Michelin haben“, lobte Schumacher den japanischen Reifenpartner.

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          Selbst sein dreifacher Dreher auf der schlüpfrigen Strecke 14 Minuten vor Trainingsschluss in die Wiese kostete den 33 Jahre alten WM-Spitzenreiter nicht die Spitzenposition. „Ich bin ganz einfach auf die Randsteine gekommen und dann in den Matsch gerutscht“, schilderte er sein Missgeschick.

          BMW und Mercedes mit Riesenrückstand

          Schumacher benötigte auf dem 4,933 km langen Kurs im Autodromo Enzo e Dino Ferrari 1:36,898 Minuten. Der 55-malige Grand-Prix-Sieger nahm damit Barrichello, der erstmals im neuen F2002 fahren durfte, 0,196 Sekunden ab.

          Der Italiener Giancarlo Fisichella, dessen Jordan-Honda ebenfalls Bridgestone-bestückt ist, erreichte mit 1,195 Rückstand schon deutlich abgeschlagen überraschend Rang 3.

          Williams-BMW und McLaren-Mercedes hatten an ihrem Riesenrückstand schwer zu schlucken. Der Schotte David Coulthard kam im schnellsten Silberpfeil in 1:38,747 auf den 4. Platz vor Teamkollege Kimi Räikkönen (Finnland). Ralf Schumacher wies als 10. direkt hinter Juan Pablo Montoya sogar 2,620 Abstand auf. „Wie man sich bei diesen Rundenzeiten denken kann, bin ich nicht zufrieden. Leider hat auch der nachlassende Regen keinen echten Fortschritt gebracht“, lamentierte der 26 Jahre alte Rheinländer, der hier im Vorjahr seinen ersten Grand-Prix-Triumph gefeiert hatte. „Es liegt noch ein mächtiges Stück Arbeit vor uns.“

          Haug: Konkurrenz besser gerüstet

          BMW-Motorsportdirektor Gerhard Berger tröstete sich damit, „wertvolle Erkenntnisse“ gewonnen zu haben: „Aber jetzt kann ruhig wieder die Sonne herauskommen.“ Die Wetterprognose für das Rennen ist jedoch durchwachsen. Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug war angesichts der kalten Dusche für die Ferrari-Rivalen im Regen ebenfalls besorgt. „Unsere Plätze 4 und 5 dürfen nicht darüber hinweg täuschen, dass unsere Reifenkonkurrenz bei diesen Bedingungen deutlich besser gerüstet ist“, sagte der Schwabe.

          Zufrieden war dagegen Arrows-Pilot Heinz-Harald Frentzen über seinen 6. Platz in 1:39,158. Sein Mönchengladbacher Stadtkollege Nick Heidfeld erreichte im Sauber-Petronas den 12. Rang.

          Vor dem 4. Saisonlauf am Sonntag (Start: 14.00 Uhr/live in RTL und Premiere) führt Michael Schumacher die WM-Wertung mit 24 Punkten vor seinem Bruder Ralf (16) an. Montoya ist 3. (14).

          Treffen der Autokonzerne

          Ferrari-Teamchef Jean Todt gehen die ganzen Gerüchte um Schumachers Rücktritt und Montoya als dessen Nachfolger gehörig auf den Geist. „Die Spekulationen über ein Karriereende Michaels im Fall eines erneuten Titelgewinns und seinen Nachfolger sind Quatsch“, versicherte der Franzose. „Er liebt das Rennfahren leidenschaftlich. Und so lange er diese Leidenschaft hat, so lange wird er fahren. Das kann noch zwei, drei Jahre, aber auch zehn Jahre sein.“ Schumachers Vertrag mit der Scuderia läuft bis Ende 2004.

          Vertreter der sieben Hersteller werden sich am Samstag in Imola treffen. Die Autokonzerne, die von 2008 an eine eigene Serie (GPWC) planen, wollen dabei unter anderem die Konsequenzen für die Formel 1 nach den Insolvenzantrag der KirchMedia beraten. Diese hält 75 Prozent Anteile an der Formel-1-Vermarktungsgesellschaft SLEC.

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