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Formel 1 : Ecclestone lockt mit 50 Millionen mehr für die Teams

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Gutes Geschäft? Bernie Ecclestone (l., mit Peter Brabeck-Letmathe) wirbt in Monaco für sein Concorde Agreement Bild: REUTERS

In Monaco wirbt Bernie Ecclestone für seine Vorstellung der Zukunft der Formel 1: Mehr Geld, mehr Rennen. Zugleich überlegt der Brite, den geplanten Börsengang der Formel 1 zu verschieben - wegen „des kleinen Facebook-Problems“.

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          Der neue Formel-1-Grundlagenvertrag soll den Rennställen pro Jahr mehr als 50 Millionen Euro Zusatzeinnahmen bringen. Zudem könnte die Zahl der Rennen von 20 auf 22 oder 23 steigen, sagte Chefvermarkter Bernie Ecclestone der englischen Zeitung „Guardian“.

          „Das ist ein guter Deal für die Teams, es ist großartig“, wirbt der Brite, dem noch die Unterschrift von Mercedes fehlt. Dem Bericht zufolge könnten die zwölf Rennställe für ihre Unterschriften einen einmaligen Bonus von insgesamt rund 140 Millionen Euro einstreichen. Das sogenannte Concorde Agreement soll von 2013 bis 2020 gelten, ein wesentlicher Punkt ist die veränderte Ausstiegsklausel.

          Um den Verbleib insbesondere der bekannten und erfolgreichen Teams zu garantieren (und so den wirtschaftlichen Erfolg zu sichern), soll ihr Ausstieg nur möglich sein, wenn sie wesentlich weniger Preisgeld verdienen. Ferrari dürfe die Formel 1 nur verlassen, sofern sich die Besitzverhältnisse ändern und die Einnahmen um ein Viertel binnen der kommenden beiden Jahre fallen, schreibt der Guardian.

          Die Mehrzahl der Teams hat sich bereits mit Ecclestone geeinigt, darunter die Branchenriesen Red Bull, Ferrari und McLaren. Eine Zusage von Mercedes steht hingegen noch aus. Ecclestone will dem schwäbischen Autobauer anscheinend nicht die gleichen Vorteile einräumen wie Red Bull, Ferrari und McLaren - laut Guardian sollen Vertreter dieser Teams auch im Vorstand der Formel-1-Muttergesellschaft vertreten sein und so mehr Einfluss auf Entscheidungen als andere Teams haben.

          Ecclestone: Börsengang möglicherweise verschieben

          Der Abschluss des Grundlagenvertrags mit allen Teams ist die entscheidende Basis für den geplanten Börsengang der Formel 1 in Singapur, der im kommenden Monat geplant war. Allerdings hinterfragt Ecclestone inzwischen den Zeitpunkt des Börsengangs. In einem Interview mit CNN sagte er: „Der Markt sieht derzeit nicht so strahlend aus nach diesem kleinen Problem, das Facebook [mit dem Börsengang, d.Red.] hatte. Wir warten jetzt erstmal ab.“

          Geplant ist, rund 30 Prozent der Anteile auf den Markt zu bringen, die Private-Equity-Firma CVC, in deren Besitz die Formel 1 seit 2006 ist, soll weiter die Kontrolle ausüben. Laut Guardian plant Ecclestone, der zur Zeit 5,3 % hält, seine Anteile beim Börsengang auszubauen.

          Offen ist noch, welche Rolle dem Internationalen Automobilverband Fia im neuen Concorde Agreement zukommen wird. Bislang ist die FIA die oberste Regelbehörde. Ecclestone erwägt jedoch angeblich, die Formel 1 der Hoheit des Verbands zu entziehen.

          Am Rande des Monaco-Rennens am Wochenende wollte sich Fia-Chef Jean Todt mit Ecclestone zu Gesprächen treffen, wie das Fachmagazin „Auto, Motor und Sport“ berichtet. Für Montag sei dann in Monte Carlo ein weiterer Gipfel geplant, zu dem auch die Teamchefs und Technikdirektoren geladen sein sollen.

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