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Formel 1 : Crash-Pilot Frentzen startet in Indianapolis für Sauber

  • Aktualisiert am

Zurück im Formel 1-Boliden: Heinz-Harald Frentzen Bild: dpa

Trotz eines Unfalls bei den Testfahrten in Silverstone soll Heinz-Harald Frentzen für das Schweizer Team beim Großen Preis der USA starten.

          2 Min.

          Freie Fahrt für Heinz-Harald Frentzen: Trotz eines spektakulären Unfalls bei den ersten Testfahrten im Sauber- Petronas wird der 35 Jahre alte Mönchengladbacher schon am 29. September beim Formel-1-Rennen in Indianapolis wieder Vollgas geben und an der Seite von Nick Heidfeld ein frühzeitiges Comeback für seinen neuen Schweizer Rennstall feiern.

          „Der Testtag in Silverstone hat mir die Gewissheit gegeben, dass der C21 ein sehr gutes Auto ist. Ich hatte nicht nur Gelegenheit, mich mit dem Handling vertraut zu machen, sondern auch die elektronischen Systeme kennen zu lernen. Noch nicht ganz optimal ist die Sitzposition, die wir bis Indy etwas zu optimieren versuchen“, sagte Frentzen am Freitag.

          Mit Frentzen Konstrukteurs-Platz verteidigen

          Der Rennfahrer war am Vortag bei ersten Fahrversuchen auf der Insel mit dem Schrecken davon gekommen. Bei seinen ersten Runden war er zum Schluss auf dem Grand-Prix-Kurs von Silverstone in einen Reifenstapel gerast. Nach dem Crash ließ er sich in seiner Wahlheimat Monte Carlo noch einmal im Krankenhaus untersuchen, ehe er den Comeback-Plänen seines Teamchefs Peter Sauber zustimmte.

          „Heinz-Harald hat in Silverstone einen ausgezeichneten Eindruck hinterlassen“, lobte Sauber seinen neuen Hoffnungsträger. „Durch diesen Entscheid sind wir wieder in einer starken Position, um unseren Platz in der Konstrukteurs-Wertung verteidigen zu können.“

          Frentzen kämpferisch

          Seinen schnellen Einstieg verdankt Frentzen, der bei den Schweizern einen Ein-Jahres-Vertrag für die neue Saison unterschrieben hat, der Pechsträhne des bisherigen Stammpiloten Felipe Massa. Die Rennkommissare in Monza versetzten den Brasilianer für den vorletzten Saisonlauf in Indianapolis zehn Startplätze nach hinten, weil er beim Großen Preis von Italien eine Kollision mit dem Jaguar-Konkurrenten Pedro de la Rosa verursacht hatte.

          Damit könnte Massa kaum Punkte holen, die Sauber zur Absicherung des fünften Platzes in der Konstrukteurswertung dringend braucht. Mit elf Punkten liegen die Schweizer nur knapp vor Jaguar (8). „Ich werde alles daran setzen, das Team im Kampf gegen die starke Konkurrenz zu unterstützen“, gab sich Frentzen kämpferisch.

          Immerhin drehte der Deutsche in Silverstone 71 Runden in seinem neuen Auto, ehe er von der Strecke abkam. Nach dem Unfall war der Rennwagen zwar nur noch Schrott, doch Frentzen war auf dem britischen Grand-Prix-Kurs Bestzeit gefahren. „Er hat sich schnell an den C21 und auch an die nicht ganz optimale Sitzposition gewöhnt“, sagte Sauber. Frentzen ist ein wenig größer gewachsen als sein neuer Teamkollege Heidfeld oder der Brasilianer Felipe Massa. Deshalb musste das Auto umgebaut werden.

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