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Fitness-Studios : Seltener Besuch ist kein Kündigungsgrund

  • Aktualisiert am

Studio-Besucher: Vertrag mit der eigenen Fitness Bild: ZB - Fotoreport

Wer seltener als geplant ein Fitness-Studio besuchen kann, darf deshalb noch lange nicht den Vertrag fristlos kündigen.

          1 Min.

          Wer ein Fitness-Studio seltener benutzen kann als ursprünglich geplant, hat deshalb kein Recht auf eine außerordentliche Kündigung. Das Münchner Amtsgericht verurteilte einen Kunden zur Nachzahlung der fälligen Monatsbeiträge.

          Der Kunde hatte die Zahlungen nach zwei Monaten mit der Begründung eingestellt, er sei aufgrund seiner Arbeitszeiten nicht mehr in der Lage, das Studio drei Mal wöchentlich zu benutzen. Sein Arbeitgeber habe ihn zu unterschiedlichen Zeiten überregional an verschiedenen Stellen eingesetzt. Daher habe er außerordentlich gekündigt.

          Berufliche Belastung ist Risiko des Benutzers

          In seinem am Montag veröffentlichten Urteil kommt das Gericht zum dem Schluss, dass der Kunde während der Laufzeit seines Vertrages die Beiträge zahlen muss, auch wenn er das Sportstudio nicht nutzt. Die Absicht, das Studio drei Mal wöchentlich zu nutzen, sei möglicherweise Motiv für den Vertragsabschluss gewesen, aber keine Vertragsbedingung. Die beruflichen Arbeitszeiten seien Risiko des Benutzers, nicht des Studiobetreibers.

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