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Fitness im Fernsehen : DSF-Show „Come on Baby“ bringt Zuschauer zum Schwitzen

  • -Aktualisiert am

Fitness im Fernsehen: „Come on Baby” Bild: DSF

Couchkartoffeln aufgepasst: Neue Fitness-Show im Fernsehen bringt Zuschauer zum Schwitzen - mit Übungen, Talks und Prominenten.

          „Das gab´s noch nie!“ Mit diesen bescheidenen Worten kündigt das Deutsche Sportfernsehen eine Anfang März gestartete „Fitness-Entertainment-Show“ an.

          Altmodisch formuliert kann man auch „Gymnastik vorm Fernseher" dazu sagen. Da es sich hier aber um ein modernes Sendeformat handelt, heißt die Sendung „Come on Baby".

          Auch Gina Wild schwitzte mit den Profis

          60 Minuten lang bewegen und schwitzen Choreograph George Jones und sein Team zur Musik eines Studio-DJ´s vor den Augen der Fernsehzuschauer. In einer Stunde bietet der ehemalige „Mr. President"-Sänger Jones eine Mischung aus schweißtreibenden Fitness-Übungen und kurzweiligen Talkelementen rund um Sport, Fitness-Trends und Gesundheit.

          Anvisiertes Ziel ist, Zuschauer zum Mitmachen zu motivieren und sie nebenbei informativ zu unterhalten. Prominente Gäste sollen die Show besuchen und ihre Beweglichkeit unter Beweis stellen, darunter auch Erotik-Star Gina Wild. Wer soll da noch ruhig im Sessel sitzen?

          Menschen in bunten Trainingshosen

          Angefangen hat alles vor 20 Jahren, da flimmerten Klassiker wie „Tele-Gym“ oder „Ski-Gymnastik“ mit Rosi Mittermaier und Christian Neureuther über die Bildschirme. In den dritten Programmen der Öffentlich-Rechtlichen laufen die Sendungen aus den 80ern immer noch täglich, denn Gymnastik ist zeitlos.

          Ein schöner Körper und Fitness stehen bei vielen Menschen ganz oben auf der Wunschliste, doch nicht alle finden den Weg in die entsprechenden Studios. Das muss aber auch nicht sein und Hollywood-Prominenz macht´s seit Jahren vor: Aerobic-Videos von Cindy Crawford, Jamie Lee Curtis oder Jane Fonda sind Bestseller, ein Bedürfnis nach „Vorturnern" scheint also vorhanden zu sein.

          „Come on Baby" auf dem Prüfstand

          FAZ.NET hat die neue Show auf Mitmachtauglichkeit getestet - im Selbstversuch mit einem Fitness-Profi und einem totalen Anfänger. Ergebnis: Beide hatten Spaß an den einfachen Schrittfolgen, denn damit wirklich jeder mitmachen und Erfolgserlebnisse feiern kann, standen für viele Übungen beliebte Sportarten Pate: Bewegungsabläufe aus Volleyball, Tennis oder Fußball werden von „Motivationsmaschine" George Jones in Work-Out-Übungen verpackt.

          Mit 60 Minuten Dauer hat „Come on Baby" die Länge eines Kurses im Fitness-Studio und ist auch so aufgebaut: Langsames Aufwärmen, Belastungsphase und Cool Down - alle wichtigen Elemente sind dabei. Die einzelnen Übungen sind problemlos nachzuvollziehen und für jede Alters- und Fitnessklasse zu empfehlen. Überfordert wird wohl niemand. Wer bereits Erfahrung im Gruppen-Work-Out hat, für den wird „Come on Baby“ auf Dauer aber keine Herausforderung sein.

          Kein Ersatz für´s Studio

          Fazit: Die in den ersten Folgen präsentierten Trends Capoeira und Aquajogging wurden kurz und interessant dargestellt, das Work-Out ist für Fitness-Einsteiger jeder Sportlichkeitsstufe gut geeignet. Warum Moderator George Jones mit starkem „american slang" singend und rappend Anweisungen gibt, bleibt sein Geheimnis - manchmal wäre weniger mehr.

          Die Gruppendynamik in einem Kurs kann via TV nur ansatzweise rübergebracht werden, Spaß macht das Reinschnuppern in die Fitness-Welt auf jeden Fall. Und eins ist sicher: Vorm heimischen Fernseher blamiert sich keiner, wenn's mal nicht so klappt mit den Schrittfolgen.

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