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FC Bayern München : 20 Millionen Handgeld für Deisler? - Hoeneß: Niemals gezahlt

  • Aktualisiert am

Dynamisch auf dem Vormarsch: Sebastian Deisler Bild: AP

Der FC Bayern dementiert bereits 20 Millionen Mark an Sebastian Deisler für einen Wechsel überwiesen zu haben, macht sich aber große Hoffnungen auf die Verpflichtung des Nationalspielers.

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          Fußball-Nationalspieler Sebastian Deisler von Hertha BSC Berlin soll sich nach Informationen der Sport-Bild mit dem deutschen Meister Bayern München über einen Wechsel zur neuen Saison bereits geeinigt haben.

          So soll der FC Bayern am 17. Juli dieses Jahres 20 Millionen Mark auf das Konto des 21-Jährigen bei der Deutschen Bank in Konstanz eingezahlt haben. Diese Summe sei das vorgezogene Handgeld für Deisler gewesen.

          „Niemals 20 Millionen Mark gezahlt“

          Die Dementis von allen Seiten folgten jedoch prompt. „Wir sind weiterhin nicht bereit, zu Transferangelegenheiten grundsätzlich Stellung zu nehmen. Ich kann nur eins sagen: Es wurde niemals an Sebastian Deisler eine Zahlung in Höhe von 20 Millionen Mark vorgenommen. Wer dazu mehr Informationen haben möchte, soll sich an die betroffene Bank wenden“, erklärte Bayern-Manager Uli Hoeneß vor dem Champions-League-Spiel der Münchner in Rotterdam.

          „Die Meldung ist falsch. Dass wir mit Bayern in Kontakt stehen, ist kein Geheimnis. Aber es ist noch keine Entscheidung gefallen“, betonte auch Deislers Manager Jörg Neubauer. Dennoch wird der Wechsel des Berliners zu den Bayern damit nicht unwahrscheinlicher. Denn immerhin bestätigte Franz Beckenbauer vor dem Champions League-Spiel der Bayern in Rotterdam: „ Wir sind guten Mutes, dass Deisler in der nächsten Saison bei uns spielt.“

          Handgeld ist üblich

          Fakt ist, dass Deisler für eine festgeschriebene Ablösesumme von 18 Millionen Mark am Saisonende gehen kann. Und üblich ist, dass bei einer großen Differenz zwischen festgeschriebener Summe und tatsächlichem Marktwert (bei Deisler werden zwischen 50 und 75 Millionen Mark geschätzt) ein Handgeld gezahlt wird, das direkt in die Tasche von Spieler und Spielerberater fließt. 20 Millionen Mark wären da für den fintenreichen Nationalspieler und seinen gewieften Berater durchaus ein realistischer Betrag.

          Wechsel weiter nicht unrealistisch

          Deisler selbst hatte zuletzt immer wieder betont, dass er sich erst in der Winterpause entscheiden werde. Der Vertrag des Nationalspielers bei Hertha läuft noch bis zum 30. Juni 2003. Für eine festgeschriebene Ablösesumme in Höhe von 18 Millionen Mark kann der Mittelfeldspieler, Wunschkandidat von Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld für die Nachfolge von Stefan Effenberg, die Berliner jedoch zum 1. Juli 2002 verlassen.

          Auch wenn dies (noch) niemand offiziell bestätigen will: Viele Indizien deuten darauf hin, dass Deisler ab der neuen Saison für den deutschen Rekordmeister spielen wird. Zuletzt hatte auch Präsident Franz Beckenbauer erklärt, dass der FC Bayern bereits vorgesorgt habe was einen Ersatz für Effenberg anbelangt.

          Fazit: Unwahrscheinlicher ist der Wechsel Deislers trotz der Dementis nicht geworden.

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