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FAZ.NET-Spezial : Leverkusen bleibt Spitze - Verlängerung für Stevens

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Frist verlängert: Huub Stevens Bild: ddp

Während sich Klaus Augenthaler mit Leverkusen wieder die Tabellenführung geholt hat, hofft Huub Stevens in Berlin auf Weiterbeschäftigung. Dortmund leckt nach der Niederlage in Bochum seine Wunden. FAZ.NET-Bundesliga-Spezial.

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          Trainerwechsel sind in der Fußball-Bundesliga längst kein Erfolgsrezept mehr. Während der in die Kritik geratene Huub Stevens bei Hertha BSC mit dem 1:0-Sieg bei Hansa Rostock den ersten Teil seines Ultimatums erfüllte, erlebte Klaus Toppmöller nach der überraschenden Trennung von Kurt Jara beim Hamburger SV einen Einstand ohne Fortune.

          Ausgerechnet der Österreicher Eduard Glieder verdarb dem Jara-Nachfolger beim 2:2 gegen Schalke 04 ein erfolgreiches Comeback auf der Trainerbank. „Das war eine schwere Woche für den HSV“, meinte der neue Coach an der Alster.

          Bayer 04 Leverkusen hat am Sonntag durch einen 1:0 (0:0) gegen Borussia Mönchengladbach die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga verteidigt. Den einzigen Treffer erzielte Bernd Schneider in der 49. Minute. Im Revierderby gewann der VfL Bochum gegen Borussia Dortmund durch Tore von Vahid Hashemian (7. und 56.) sowie Sunday Oliseh (79.) mit 3:0. Der Dortmunder Nationalspieler Sebastian Kehl sah in der 32. Minute nach einer Tätlichkeit die Rote Karte.

          Gladbachs Maskenmann Joris van Hout und Leverkusens Matchwinner Bernd Schneider im Zweikampf - Schneider gelingt der entscheidende Treffer zum 1:0 und eine Rettungsaktion auf der Linie in der 90. Minute

          „Dann ist das Thema durch“

          Huub Stevens schämte sich nach dem Sieg in Rostock durch ein Tor von Weltmeister Luizao seiner Tränen nicht. „Ich hoffe, daß der Bann gebrochen ist. Wir haben gewonnen, nicht ich. Es geht um Hertha BSC“, meinte Stevens, dessen Arbeitsplatz bis zum DFB-Pokalspiel am Dienstag wiederum in Rostock gesichert ist. „Ich hoffe, daß wir auch am Dienstag gewinnen, dann ist das Thema durch“, sagte Hertha-Manager Dieter Hoeneß. Die Hanseaten rutschten nach der Heimpleite auf den letzten Tabellenplatz.

          Beim Hamburger SV, der unter dem neuen Coach eine 2:0-Führung noch verspielte, geriet vor allem der von Fans und Medien nach der Abservierung von Jara als „Lügenbaron“ bezeichnete Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann in Erklärungsnot. Er habe nicht gelogen, sondern nur eine falsche Entscheidung getroffen, meinte Hoffmann. „Ich muß das selber für mich und für uns reparieren“, versprach der Chef des mit großen Ambitionen in die Saison
          gestarteten HSV, dem zwei Treffer von Bernado Romeo nicht reichten, weil neben Glieder auch Anibal Matellan zum ersten Mal in der Bundesliga traf und dem FC Schalke einen glücklichen Punkt rettete.

          Deisler überragend - Makaay treffsicher

          Während die „Rote Laterne“ derzeit von Club zu Club wandert, bleiben die Top-Teams der Liga unter sich. Der VfB Stuttgart untermauerte seine Ansprüche mit einem 1:0-Sieg über den VfL Wolfsburg, ist damit weiterhin unbesiegt und blieb erneut ohne Gegentor. „Wir sind reifer geworden und spielen zur Zeit so wie der große FC Bayern München“, sagte Stuttgarts Nationalverteidiger Andreas Hinkel nach dem Dusel-Sieg, den Joker Ioannis Amanatidis mit seinem ersten Saisontreffer sicherte.

          Mit einem überragenden Sebastian Deisler, der seinen ersten Doppelpack für den FC Bayern erzielte, und einem treffsicheren Roy Makaay, der seine Bilanz auf neun Tore in neun Pflichtspielen schraubte, hält der FC Bayern München nach dem 4:1-Erfolg über den 1. FC Kaiserslautern Anschluß an die Tabellenspitze. „Die Entdeckung des Spiels und der letzten Woche war Deisler. Er ist wie Phönix aus der Asche aufgestiegen“, schwärmte Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld nach dem Erfolg über die Pfälzer. „Ich bin überglücklich, daß ich nach der langen Verletzungspause wieder langsam in Tritt komme“, sagte Deisler nach seiner Gala-Vorstellung.

          „Das beste, was die Liga aktuell zu bieten hat“

          Der SV Werder Bremen meldete sich mit einem 4:2-Erfolg beim SC Freiburg zurück im Kampf um die internationalen Startplätze. Vor allem Torjäger Ailton, der zwei Treffer erzielte, unterstrich dabei seine Klasse und Bereitschaft, bis zuletzt für den SV Werder zu kämpfen. „Was meine Mannschaft da geboten hat, war sehr beeindruckend“, sagte Bremens Coach Thomas Schaaf. Freiburgs Trainer Volker Finke meinte sogar: „Bremen ist das beste, was die Bundesliga aktuell zu bieten hat.“

          Schweren Wochen geht der 1. FC Köln mit seinem Trainer Friedhelm Funkel entgegen. Das 0:2 im „Keller-Derby“ bei Eintracht Frankfurt verbessert die Lage des in der Domstadt umstrittenen Coaches nicht gerade. „Das war eine bittere Niederlage. Aber ich kann und werde auch in Zukunft mit der Mannschaft arbeiten“, meinte der FC-Coach. Durch die Treffer von Nico Frommer und Mehmet Dragusha konnten die Hessen die Abstiegsränge verlassen. In der wohl schwächsten und ruppigsten Partie des Spieltages kam Hannover 96 gegen München 1860 nicht über ein 1:1 hinaus. Mohammadou Idrissous Führungstreffer konnte Münchens Markus Weissenberger nur 60 Sekunden später egalisieren.

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