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FAZ.NET-Spezial: Großer Preis von Japan : Das Finale der „Formel Ferrari"

  • Aktualisiert am

Überdimensional: Michael Schumacher Bild: dpa

Michael Schumacher war nie zu bremsen. FAZ.NET blickt zurück auf die Saison der „Formel Ferrari“. Bild für Bild.

          3 Min.

          Michael Schumacher und Ferrari haben diese Saison nach Belieben dominiert. Der in Kerpen geborene Pilot wurde mit der Rekordmarke von 144 Punkten zum fünften Mal Weltmeister; Ferrari holte sich mit 221 Zähler die Konstrukteurs-WM.

          Auich in Suzuka war die Dominanz des italienischen Rennstalls erdrückend. Sie waren so gut, dass die Formel 1-Chef Bernie Ecclestone und Fia-Präsident Max Mosley das Team im neuen Jahr bremsen wollen.

          Doch der Weltmeister will sich nicht stoppen lassen: „Generell reguliert sich die Formel 1 von selbst mit der Zeit“, sagte Schumacher vor dem Finale in Suzuka.

          Spektakulärer Saisonstart: Ralf Schumacher hebt ab nach dem Crash mit Barrichellos Boliden
          Spektakulärer Saisonstart: Ralf Schumacher hebt ab nach dem Crash mit Barrichellos Boliden : Bild: dpa

          Schatten auf die Erfolge warfen der per Teamorder geschenkte Sieg von Spielberg und das fingierte Foto-Finish von Indianapolis. Dies trübte das Bild einer ansonsten perfekten Saison.

          FAZ.NET blickt zurück auf die „Formel Ferrari“. Starten Sie die Bildstrecke mit einem Klick auf das Foto.

          Melbourne/Australien, 3. März: Mit einem lockeren Sieg im Vorjahreswagen schockt Michael Schumacher die Konkurrenz. Glück im Unglück für Bruder Ralf: Unverletzt übersteht er einen spektakulären Start-Crash, der insgesamt acht Autos zum Verhängnis wurde.

          Sepang/Malaysia, 17. März: Ein Rückschlag für den Champion. Michael Schumacher holt die Pole Position, muss sich im Rennen aber mit Platz drei begnügen. Williams-BMW triumphiert mit Ralf Schumacher vor Montoya.

          Sao Paulo/Brasilien, 31. März: Michael Schumacher gewinnt bei über 30 Grad Hitze vor seinem Bruder und David Coulthard. WM-Verfolger Montoya wird Fünfter und schimpft wegen einer erneuten Auseinandersetzung auf der Strecke über Michael Schumacher.

          Imola/San Marino, 14. April: Rote Festspiele in der Ferrari-Heimat: Über 100.000 Tifosi feiern einen Doppelsieg der „Scuderia“ mit Michael vor Barrichello. Ralf wird Dritter.

          Barcelona/Spanien, 28. April: Die „Formel Langeweile“ beginnt. Michael Schumacher gewinnt das dritte Rennen in Folge und vergrößert seinen Vorsprung auf 21 Punkte. Erstmals kommt Coulthard als Dritter auf das Podium hinter Montoya.

          Zeltweg-Spielberg/Österreich, 12. Mai: Der Weltmeister gewinnt, weil Barrichello ihn dank Teamorder kurz vor dem Ziel passieren lassen muss. Ferrari und Schumacher ernten böse Pfiffe und verspielen viele Sympathien. Schumacher überlässt Barrichello den Platz auf dem obersten Siegespodest und wird später vom FIA-Weltrat dafür bestraft.

          Monte Carlo/Monaco, 26. Mai: Erstmals feiert McLaren-Mercedes. Coulthard gewinnt vor Michael und Ralf Schumacher. In der Gesamtwertung baut der Weltmeister seinen Vorsprung aus.

          Montreal/Kanada, 9. Juni: Michael Schumacher räumt mit dem sechsten Saisonsieg letzte Zweifel an seiner Dominanz aus. Coulthard wird Zweiter vor Barrichello.

          Nürburgring/Großer Preis von Europa, 23. Juni: Ferrari verzichtet auf Stallorder und degradiert die Konkurrenz mit dem dritten Doppel-Erfolg der Saison zu Statisten. Barrichello gewinnt vor Schumacher.

          Silverstone/Großbritannien, 7. Juli: Michael Schumacher gewinnt ein „verrücktes Rennen“ mit Regen-Chaos und Riesen-Problemen bei der Konkurrenz vor Barrichello und Montoya. Barrichello überholt die Williams-Piloten auch in der WM.

          Magny-Cours/Frankreich, 21. Juli: Michael Schumacher fährt mit seinem achten Saisonsieg den schnellsten Titel der Formel-1-Geschichte ein. Schon im 11. von 17 Rennen sichert er sich überlegen seine fünfte Weltmeisterschaft.

          Hockenheim/Deutschland, 28. Juli: Bei der großen WM-Party in der Heimat gewinnt Michael Schumacher erstmals auch in Hockenheim im Ferrari.

          Budapest/Ungarn, 18. August: Barrichello siegt vor Schumacher. Ferrari sichert sich erneut auch die Konstrukteurs-WM.

          Spa/Belgien, 1. September: Michael Schumacher holt sich den 10. Saisonsieg und stellt damit wieder einen Rekord auf. Barrichello wird Zweiter.

          Monza/Italien, 15. September: Beim Ferrari- Heimspiel siegt Barrichello vor Schumacher. Die Tifosi feiern.

          Indianapolis/USA, 29. September: Mit dem achten Doppelsieg der Saison - Barrichello vor Schumacher - stellt Ferrari einen neuen Punkterekord auf. Barrichello wird Vize-Weltmeister, aber die Panne im Foto-Finish kostet erneut Sympathien. Williams-BMW sichert sich erstmals Platz zwei in der Konstrukteurs-WM.

          Suzuka/Japan, 13. Oktober: Beim Saisonfinale triumphierte Michael Schumacher vor seinem Ferrari-Kollegen Rubens Barrichello; beide feierten das neunte Double der Saison und das 15.
          insgesamt - auch ein Rekord. Den Erfolg überschattete ein schwerer Unfall des Schotten Allan McNish im Toyota in der de Qualifikatioin.

          Platz drei in der Fahrer-WM sicherte sich der Kolumbianer Juan Pablo Montoya im Williams-BMW als Vierter hinter dem Finne Kimi Räikkönen. Ralf Schumachern (Williams-BMW) schied in seinem 100. Grand Prix aus und musste sich mit 42 Punkten und Platz vier in der WM-Wertung begnügen. Nick Heidfeld wurde im Sauber-Petronas Siebter. Die Konstrukteurs-WM gewann Ferrari (221) vor Williams-BMW (92) und McLaren-Mercedes (65).

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