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FAZ.NET-Spezial : Bayern setzen sich ab - Leverkusen schlägt Lautern

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Durchgesetzt: Ballack führte den FC Bayern zum Sieg Bild: dpa

Den Bayern können weder Werder, noch Dortmund folgen. Bochum gehört wieder zur Spitzengruppe. Das FAZ.NET-Bundesliga-Spezial.

          3 Min.

          Mit einem glanzlosen, aber verdienten 1:0-Erfolg bei Hansa Rostock hat der FC Bayern München die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga auf fünf Punkte ausgebaut.

          „Das war eine gelungene Generalprobe“, sagte Manager Uli Hoeneß mit Blick auf das wichtige Champions-League-Duell am Mittwoch im Giuseppe-Meazza-Stadion, wo das vorzeitige Aus in der europäischen Königsklasse droht. Nicht nur der erste Bayern-Treffer von Ze Roberto, sondern vor allem die schwächelnden Verfolger bescherten dem FC Bayern einen Spieltag nach Maß.

          Rosicky: „Die Münchener haben einen großen Vorteil“

          So musste sich der zuletzt in fünf Pflichtspielen siegreiche Tabellenzweite Borussia Dortmund vor heimischer Kulisse mit einem 0:0 gegen Arminia Bielefeld begnügen. Werder Bremen wurde beim besten Spiel des 9. Spieltages Opfer des dritten Frühlings von Fredi Bobic, der Hannover 96 nach einem 2:4-Rückstand mit seinen Saisontoren fünf und sechs noch zum 4:4 führte.

          Schalke 04 kassierte bei den kleinen Münchnern von 1860 eine deftige 0:3-Auswärtssschlappe und verpasste den Sprung auf Platz zwei. Für mehr Diskussionen als die Niederlage sorgte dabei aber der erste Platzverweis der Bundesliga-Historie wegen „Rudelbildung“. Schiedsrichter Hartmut Strampe verwies den Schalker Gustavo Varela und den Münchner Marco Kurz nach einem Handgemenge mehrerer Spieler des Feldes. Mit dieser Entscheidung mochte sich Gäste-Coach Frank Neubarth nicht abfinden: „Das ist schon x-mal vorgekommen und anders bewertet worden. Man muss eine einheitliche Linie fahren.“ Übersteiger: Das Rudelbildungsverbot

          Bochum wieder mit Anschluss nach oben

          Bis auf Platz sechs hat sich der VfL Bochum durch den 4:2 (1:2)-Erfolg am Sonntag gegen den VfL Wolfsburg vorgeschoben. Nach der Gäste-Halbzeitführung durch Diego Klimowicz und Robson Ponte trafen Frank Fahrenhorst, Paul Freier und Vahid Hashemian zum 4:2. Zuvor hatte Thomas Christiansen das 1:0 für die Gastgeber erzielt.

          Im zweiten Sonntagsspiel setzte sich der VfB Stuttgart durch die späten Treffer von Kevin Kuranyi (80.) und Ioannis Amanatidis (84.) mit 2:1 beim 1. FC Nürnberg durch. Für die Gastgeber hatte David Jarolim (44.) getroffen.

          Bayern wollen sich noch nicht auf Bundesliga konzentrieren

          Der Blick auf die Tabelle stimmte BVB-Spielmacher Tomas Rosicky nachdenklich: „Die Münchner haben einen großen Vorteil. Sie stehen in der Champions League vor dem Aus und können sich wahrscheinlich auf die Meisterschaft konzentrieren.“

          Davon will beim souveränen Spitzenreiter niemand etwas wissen. Der Erfolg bei Hansa Rostock hat den Glauben an einen Verbleib im internationalen Geschäft gestärkt. „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir in Mailand gewinnen“, sagte Nationaltorhüter Oliver Kahn in seiner üblichen Diktion, „das war enorm wichtig für unser Selbstvertrauen.“ Sein ganz persönliche Erfolgserlebnis, erstmals seit dem 24. August in der Bundesliga ohne Gegentor geblieben zu sein, nahm Kahn nur beiläufig zur Kenntnis.

          Toppmöller will „Aufholjagd“

          Wie der FC Bayern stimmte sich auch Bayer Leverkusen mit einem 1:0-Sieg auf die kommende Aufgabe in der Champions League gegen Maccabi Haifa ein.

          Obwohl der Vizemeister nach dem Platzverweis für Boris Zivkovic (33.) mit neun Feldspielern auskommen musste, rettete er die knappe Führung gegen Kaiserslautern über die Zeit. Nach der Rückkehr diverser Leistungsträger will Trainer Klaus Toppmöller nun das Feld von hinten aufrollen: „Wenn die Jungs alle wieder fit sind, sind wir in der Lage, eine Aufholjagd zu starten.“

          Kaiserslautern: Kein Geld, aber große Klappe

          Davon können die Pfälzer derzeit nur träumen. Dem von Notvorstand René C. Jäggi eingeleiteten finanziellen Konsolidierungskurs folgt kein sportlicher Aufwind. Zum vierten Mal glückte auf des Gegners Platz kein Treffer, noch immer steht der Traditionsclub auf einem Abstiegsplatz.

          Auch die viel beachtete Spende der Spieler in Höhe von 1,5 Millionen Euro verhalf nicht zu mehr Mannschaftsgeist. Zu allem Überfluss wuchs Mario Basler erst im ZDF-Sportstudio über sich hinaus. Weil er sich dort unflätig über den Schiedsrichter geäußert hatte („Der Herr Kemmling müsste heute normalerweise richtig auf die Fresse kriegen“), wurde ein Verfahren vor dem DFB-Kontrollausschuss gegen den Mittelfeldspieler eingeleitet.

          Vorläufige Entwarnung beim HSV

          Das 1:0 über Borussia Mönchengladbach verschaffte dem in die Kritik geratenen HSV-Trainer Kurt Jara etwas Luft. Dagegen steht sein Kollege Eduard Geyer mehr denn je mit dem Rücken zur Wand: Nach dem 0:2 gegen Hertha BSC Berlin und der bereits vierten Heimschlappe sind die Chancen auf den Klassenverbleib von Energie Cottbus weiter gesunken.

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