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FAZ.NET-Spezial: 21. Spieltag : Bremen besteht in Schalke, die Last-Minute-Bayern kommen

  • Aktualisiert am

Bayern-Retter: Martin Demichelis Bild: AP

Durch einen Treffer kurz vor Spielschluß gewinnt der FC Bayern am 21. Spieltag der Fußball-Bundesliga 1:0 gegen den HSV. Schalke und Bremen spielen 0:0, Bochum gewinnt 3:1 in Leverkusen.

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          Der FC Bayern München gibt sich im Titelrennen der Fußball-Bundesliga nicht geschlagen und bleibt trotz mäßiger Leistung erster Verfolger des Tabellenführers Werder Bremen. „Sieben Punkte sind realistisch aufzuholen“, meinte Trainer Ottmar Hitzfeld vor dem Champions-League-Hinspiel gegen Real Madrid am Dienstag.

          Durch den glücklichen und erst in der Schlußphase gesicherten 1:0-Sieg gegen den Hamburger SV konnte der Rekordmeister den Rückstand auf Bremen um zwei Punkte verkürzen. Der Spitzenreiter kam beim FC Schalke über ein 0:0 nicht hinaus. Der VfB Stuttgart und Bayer Leverkusen haben sich dagegen vorerst aus dem Verfolgerkreis verabschiedet.

          Am Sonntag verlängerte Eintracht Frankfurt mit einem 2:1 bei Hertha BSC Berlin seine Erfolgsserie; die Mannschaft blieb auch im vierten Spiel nach der Winterpause unbesiegt. Borussia Dortmund kam zu einem 1:0 gegen den 1. FC Köln, der gut spielte, nach der Niederlage aber weiter auf dem letzten Tabellenplatz steht.

          Verletzt und gegen den HSV nur auf der Tribüne: Bayern-Torhüter Oliver Kahn
          Verletzt und gegen den HSV nur auf der Tribüne: Bayern-Torhüter Oliver Kahn : Bild: REUTERS

          Rummenigge bleibt skeptisch

          Drei Minuten vor Schluß sicherte Bayerns Argentinier Martin Demichelis seinem Club nach schwacher Leistung den Sieg gegen den HSV. „Wir sind zwar der Profiteur des Spieltages. Aber die Leistung ist nicht das, was wir brauchen“, sagte Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge mit Blick auf die Partie gegen Real.

          Auch der SV Werder bekleckerte sich beim mit Spannung erwarteten Auftritt gegen Schalke nicht mit Ruhm. „Gegen einen starken Gegner muß man auch mal mit einem Punkt zufrieden sein“, sagte Trainer Thomas Schaaf nach dem 0:0 in Gelsenkirchen, wo Torjäger Ailton und Mladen Krstajic auf ihren neuen Club trafen.

          Mit nur einem Sieg aus acht beziehungsweise neun Spielen haben der VfB Stuttgart und Bayer Leverkusen vorerst den Anschluß nach oben verpaßt. Dabei scheint VfB-Coach Magath nach dem 0:1 in Kaiserslautern der Verlust des Kontaktes zur Tabellenspitze nicht zu irritieren. „Wenn wir diese Leistung am Mittwoch wiederholen, bin ich sicher, daß wir als Sieger vom Platz gehen“, sagte Magath vor der Champions-League-Partie gegen Chelsea London. Ein überragender FCK- Torhüter Tim Wiese und Torschütze Jose Manuel Dominguez sorgten für die verpatzte Generalprobe der Schwaben.

          Augenthalers harsche Kritik

          Ein vernichtendes Urteil fällte Leverkusens Trainer Klaus Augenthaler nach der 1:3-Niederlage gegen den VfL Bochum, der acht Tage nach dem Sieg über die Bayern seine gute Form bestätigte. „Das sind zehn Einzelkämpfer und keine Mannschaft“, wetterte Augenthaler. Nationalspieler Carsten Ramelow meinte: „Wir bekommen das Flattern, teilweise sieht es so schlecht bei uns aus.“ Außer einem Treffer von Dimitar Berbatow hatte Bayer nichts zu bieten. Martin Meichelbeck, Dariusz Wosz und Mamadou Diabang trafen für die beste Revier-Elf.

          Borussia Mönchengladbachs Hoffnungsschimmer im Abstiegskampf heißt Tomislav Maric. Nach seiner Einwechslung und seinem Elfmetertor schafften die Gladbacher nach einem 0:2-Rückstand gegen den SC Freiburg noch ein 2:2. „Darum haben wir ihn geholt. Er kommt von Null auf Hundert und drängt in die Mannschaft“, meinte Trainer Holger Fach, dessen Team noch auf den ersten Rückrundensieg wartet und den Abstiegsrängen bedrohlich nahe rückt.

          Davon hat sich Hansa Rostock dank zweier Treffer von Martin Max vorerst verabschiedet. Die Saisotore 13 und 14 bescherten den Mecklenburgern einen 3:1-Erfolg gegen Hannover 96. „Wenn mir vor der Saison einer gesagt hätte, daß ich so viele Tore schieße, dann hätte ich ihn für verrückt erklärt“, sagte der zweimalige Bundesliga-Torschützenkönig.

          Mit dem ersten Rückrundensieg beendete der VfL Wolfsburg die hausinterne Krise und schickte beim 3:1-Erfolg über München 1860 die „Löwen“ Richtung Abstiegszone. Nach der schwachen Leistung seines Teams kündigte 1860-Trainer Falko Götz Konsequenzen an. „Was in der ersten Halbzeit abgelaufen ist, war unter aller Kanone. Darüber müssen wir reden“, sagte Götz.

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