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Fußball-Fanmeilen : Deutschland feiert die Nationalelf

  • Aktualisiert am

Schwarz-rot-gold dominiert den Abend in ganz Deutschland Bild: REUTERS

Auf den Fanmeilen in Berlin und Hamburg, in der Heimatgemeinde des Bundestrainers, aber auch in der Fanzone im westukrainischen Lwiw waren schwarz-rot-gold die Farben des Abends.

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          Zuerst zittern, dann jubeln: Hunderttausende Fußballfans haben am Sonntagabend nach einem Zitterspiel befreit gejubelt und den Viertelfinaleinzug der deutschen Nationalelf gefeiert. Ob auf Deutschlands größter Fanmeile in Berlin, beim Fanfest in Hamburg, im Münchner Olympiastadion oder auch bei kleineren Fußballpartys - überall herrschte nach dem 2:1-Sieg über Dänemark schwarz-rot-goldene Jubelstimmung.

          21.03 Uhr: Ein lautes „Tooor“ aus tausenden Kehlen beim 1:0-Treffer durch Lukas Podolski, „Poldi, Poldi“-Rufe lassen die Berliner Fanmeile erbeben. Die Zuschauer tanzen, grölen, liegen sich in den Armen - alle sind sicher: Deutschland ist durch.

          Nur fünf Minuten später stöhnen die Fans auf - Dänemark schießt das 1:1. Noch mal Aufstöhnen und tief Luft holen beim Pfostenschuss der Dänen kurz nach der Halbzeitpause, und nach dem 2:1-Treffer der Portugiesen gegen die Niederlande weiß hier jeder: Wenn Dänemark noch einmal trifft, ist Deutschland ausgeschieden.

          22.21 Uhr: Verteidiger Lars Bender, Ersatzmann für den gesperrten Jérôme Boateng, schießt das erlösende 2:1 - „Oh, wie ist das schön“, singen die Fans.

          Public Viewing in Berlin: 400.000 am Brandenburger Tor Bilderstrecke
          Fanmeilen : Fanmeilen: Deutschland feiert die Nationalelf

          Bereits Stunden vor dem Anpfiff des letzten EM-Vorrundenspiels der Deutschen waren die Massen auf die Fanmeile in der Hauptstadt geströmt. Zwischen dem Brandenburger Tor und der Siegessäule leuchteten überall die Nationalfarben, manche Fans waren als Fußbälle verkleidet, viele mit Trillerpfeifen ausgerüstet, es herrschte dichtes Gedränge. Der Ansturm war so groß, dass bereits vor Spielbeginn alle Eingänge geschlossen wurden. Der Veranstalter schätzte die Zahl der Besucher auf 400.000 - so viele wie schon bei den ersten beiden Deutschland-Spielen.

          „Ganz Schönau drückt die Daumen“

          In Hamburg versammelten sich mehr als 40.000 Fans zur schwarz-rot-goldenen Party. In der Nähe von Reeperbahn und Millerntor litten und jubelten sie mit dem Team von Jogi Löw mit.

          In Schönau im Schwarzwald, der Heimatgemeinde des Bundestrainers, verfolgten Dutzende Fans in einem Festzelt des Fußballclubs das Spiel gegen Dänemark. „Ganz Schönau drückt die Daumen“, stand auf einem Transparent. Im Vereinsheim von Unlingen zwischen Stuttgart und Konstanz fieberten die Fans vor allem mit Mario Gomez - beim Dorfclub SV Unlingen hatte der Stürmer mit dem Fußballspielen begonnen.

          Am Spielort Lwiw im Westen der Ukraine feierten rund 13.000 deutsche Fans den Zittersieg. Viele von ihnen hatten Tickets für die Partie, etliche wollten aber auch einfach nur in der Nähe des Stadions beim Fanfest dabei sein.

          Neben schwarz-rot-gold waren aber auch rot und weiß in Lwiw präsent. Dänische Fans sangen vor dem Spiel ihren klassischen Schlachtruf „Vi er roede, vi er hvide“ (Wir sind rot, wir sind weiß) und zeigten die dänische Flagge, den Dannebrog, in allen möglichen Variationen - auf Fahnen, Shirts, Hüten oder ins Gesicht geschminkt. Am Ende aber ließen sie genauso traurig die Köpfe hängen wie die 25.000 Rot-Weißen im Kopenhagener Park Kongens Have. Aus der Traum: Die Sensation von 1992, als Dänemark im Finale gegen Deutschland den Titel holte, wird sich 2012 nicht wiederholen. Dänemark ist ausgeschieden.

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