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Europäischer Fußball : Langeweile in England und Spanien

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Das Objekt der Begierde Bild: dpa

In Spanien stand Real Madrid lange als Meister fest, Spannung herrschte aber bis zum Schluss bei der Vergabe der Champions-League-PLätze.

          Überraschungen blieben weitgehend aus bei der Vergabe der Teilnahme- und Qualifikationsplätze für die europäische Königsklasse.

          Ob Bayern München, Real Madrid oder Manchester United - die kontinentalen Schwergewichte unterstrichen in den nationalen Meisterschaften ihre derzeitige Dominanz. In Europas Topligen sorgten allenfalls AS Rom oder Boavista Porto für Überraschungen.

          Liverpool holte drei Pokale

          Im Gegensatz zur Bundesliga herrschte im Titelrennen der englischen Premier League und der spanischen Primera Division gähnende Langeweile. Während der FC Bayern erst in buchstäblich letzter Sekunde seinem Rivalen Schalke 04 die Meisterschale entriss, standen Manchester und Madrid bereits Wochen vor Ablauf der Saison als Champion fest.

          Manchester schaffte in England sogar den Titel-Hattrick, doch die Meisterschaft wurde von den Pokal-Erfolgen des FC Liverpool überschattet. So holten die „Reds“ von der Anfield Road mit Unterstützung der deutschen Spieler Markus Babbel, Dietmar Hamann und Christian Ziege nicht nur den FA- und Liga-Cup, sondern feierten durch den Gewinn des Uefa-Pokals auch ihr Comeback in Europa.

          In Spanien durfte Real Madrid nach dreijähriger Abstinenz wieder auf dem Fußball-Thron Platz nehmen. Drei Runden vor Schluss sicherte sich der Rekordmeister seinen insgesamt 28. Titel. Der dritte Champions-League-Triumph innerhalb von vier Jahren blieb den „Königlichen“ dagegen verwehrt.

          Roma gewann dritten Scudetto

          In Italien beendete Roma ihre 18-jährige Durststrecke und sicherte sich zum dritten Mal nach 1943 und 1983 den Scudetto.

          In Portugal sorgte der Triumph von Boavista Porto für Aufsehen, beendete der Außenseiter-Klub doch die 55-jährige Vorherrschaft der zuvor dominierenden FC Porto, Benfica und Sporting Lissabon.

          Neben Boavista holten sich auch der FC Santa Colomo (Andorra), VB Vagur (Färöer-Inseln), Serif Tiraspol (Moldawien) und SP Cosmos Falciano (San Marino) erstmals in der Vereinsgeschichte den Titel. In Irland gewann Bohemians Dublin erstmals seit 1978 die Meisterschaft.

          Neun schafften das Double

          Neun Teams (Zeljeznicar Sarajevo, Torpedo Kutaissi, Bohemians Dublin, Skonto Riga, FC Valletta, Tiraspol, Celtic Glasgow, Inter Bratislava und Barry Town) schafften das Double, also Meisterschaft und Pokalsieg.

          Dass im vergangenen Jahr noch 18 Mannschaften dieses Kunsstück gelungen war, könnte für die zunehmende Ausgeglichenheit in den Ligen sprechen.

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