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Europa-Spiele : „Sportler, seid solidarisch“

„Unaufhörliche Verfolgung und Unterdrückung“: Alijew mit Gattin Mechriban am 8. Mai in Moskau Bild: dpa

Ein Appell an Alijew - und den Sport: Der UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte hat die Freilassung aller politischen Gefangenen gefordert - und die Sportler der in Baku am 12. Juni beginnenden Europa-Spiele zur Solidarität aufgefordert.

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          Der Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen zur Lage der Menschenrechte in Aserbaidschan, Michel Forst, hat die Freilassung aller politischen Gefangenen vor der Eröffnung der Europa-Spiele in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku am 12. Juni und die Solidarität aller „Sportler, Fans und Unterstützer der Spiele“ gefordert.

          Der Franzose kritisierte in einer am Dienstag veröffentlichten Pressemitteilung die „unaufhörliche Verfolgung und Unterdrückung“ prominenter Menschenrechtsaktivisten in Aserbaidschan.

          In dem seit 2003 von Präsident Ilham Alijew autokratisch geführten Land sitzen mehr als 100 Gefangene aus politischen Gründen in Haft, im Vorfeld der erstmals ausgetragenen Spiele hat sich die Lage in Aserbaidschan noch einmal erheblich verschlechtert.

          „Während die Vorbereitung auf die Spiele in vollem Gange war, haben die aserbaidschanischen Behörden ihre Bemühungen gesteigert, Menschenrechtler zu drangsalieren, einzusperren, sie zu überwachen, ihre Reisefreiheit einzuschränken und ihre Guthaben einzufrieren“, schrieb Forst.

          Er forderte die Teilnehmer der Spiele auf, sich der Forderung anzuschließen, die Gefangenen „im europäischen Geiste der Freiheit und Menschenrechte“ freizulassen.

          Bereits im April hatte die amerikanischen Sektion der Schriftsteller- und Autorenvereinigung (Pen) in einem offenen Brief an den Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees, Thomas Bach, den zahlreiche prominente Sportjournalisten unterschrieben, gefordert, Bach möge sich bei Alijew für die inhaftierte Journalistin Chadidscha Ismayilowa einsetzen. Ismayilowa wurde Anfang Mai für ihre Arbeit vom PEN America Center mit dem „PEN/Barbara Goldsmith Freedom to Write“-Preis ausgezeichnet.

          Baku war der einzige Bewerber für die Austragung der Spiele, Alijew, der seinem Vater Heidar ins Präsidentenamt gefolgt war, ist zugleich Vorsitzender des Nationalen Olympischen Komittees Aserbaidschans. Die aserbaidschanische Regierung zahlt allen Teilnehmern der Spiele Anreise und Unterbringung.

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